Das Ensemble Tanz Harz ist eine zeitgenössisch orientierte Tanzcompagnie und erarbeitet pro Spielzeit 4 Neuproduktionen. Hinzu kommen Site Specific-Performances und Solo-Performances während der ganzen Spielzeit. Die Compagnie richtet das erste TanzArt Festival Sachsen-Anhalt vom 2.-11.6. 2023 in Zusammenarbeit mit dem TanzArt Netzwerk aus - das erste zeitgenössische Tanzfestival in Sachsen-Anhalt überhaupt.
Als ihren dramaturgischen Kern begreift Tanz Harz die künstlerische Reflexion und Hinterfragung aktueller gesellschaftlicher und politischer Fragestellungen mit Hilfe unterschiedlicher zeitgenössischer choreographischer Handschriften. Gastspiele führten Tanz Harz bisher auf diverse nationale und internationale Festivals – u.a. nach Belgien und Italien. Einladungen für weitere Gastspiele innerhalb Deutschlands, Italiens und Chinas sind in Planung.
Tanz Harz strebt danach, seine Arbeit auch abseits der Repertoire-Produktionen einem generationenübergreifenden Publikum zu vermitteln. Dazu zählen groß angelegte Education-Projekte mit Schulen und Tanzschulen der Region Workshops und Trainingsbesuche. Regelmäßig bietet sie sogenannte "Kost-Proben", Werkeinführungen, Nachgespräche, exklusive Gesprächsrunden für Volkshochschulkursen sowie die Möglichkeit für moderierte Trainings- und Probenbesuche an.
Kooperationen mit Menschen mit nicht normativen Körpern, Menschen mit Migrationshintergrund und im Seniorenbereich sind in Vorbereitung.
Zur Geschichte des Ensembles
Seit der Spielzeit 22/23 besteht das Ensemble Tanz Harz aus 10 Tänzeri*nnen aus fünf Nationen.
Die Qualitäten des Ensembles liegen in Diversität, Flexibilität, Präzision, Teamfähigkeit und Eigenkreativität. Aktuell orientiert sich das Ensemble neu. Dazu gehören kreative Research -Prozesse und eine erweiterte Gruppe von Trainingsleiter*innen. Unterschiedliche Tanzrichtungen erweitern das Bewegungsrepertoire des Ensembles. Für die nächste Spielzeit sind geplant: ELEKTRA, DER KLEINE PRINZ, ein Kammertanzabend N.N. und eine weitere Ausgabe des TanzArt Festivals Sachsen-Anhalt, ebenso wie Vorstellungen bei den Halberstädter Domfestspielen u.a. in Planung.
Tarek Assam diplomierte 1985 an der Musikhochschule Köln im Bühnentanz. Er war 1995 bis 2003 am Nordharzer Städtebundtheater in Halberstadt/Quedlinburg Ballettdirektor, ab 2002 am Stadttheater Gießen, seit 2022 wieder am Nordharzer Städtebundtheater und seit 2017 Sprecher der BBTK. Er wird vielfach als Jurymitglied zu internationalen Choreografie- und Tanz-Wettbewerben eingeladen. Er wurde mit Choreografiepreisen ausgezeichnet und realisierte z.B. die Eröffnungsperformance des 639 Jahre währenden Orgelprojekt ASLAP2 von John Cage und das Großprojekt SURROGATE CITIES von Heiner Goebbels. Assam ist Mitbegründer des internationalen TanzArt ostwest Netzwerks, das er künstlerisch verantwortet.
Assam interessieren gesellschaftliche, existenzielle Fragen. Sie bieten Spiegel und Reibung für künstlerische Auseinandersetzungen mit dem Heute. Das Publikum darf selbst bestimmen, welche Projektionsfläche der Tanz ihm bietet.


















Produktionen der Spielzeit 2022/2023
I. Gravitas
Kammertanzabend von Tarek Assam
„Gravitas“ ist eine spielerische Performance über die Schwerkraft; eine spielerische, multimediale Auseinandersetzung mit diesem ungewöhnlichen Thema; eine atmosphärische Verbindung aus Tanz, Science Fiction, Licht und Video. Das Zusammenspiel von Choreografie und Bühne schöpft ein kosmisches Ganzes , in dem sich Raum und Zeit auflösen – eine Kreation von Zuständen der Schwere sowie von instabilen, traumhaften Zuständen der Schwerelosigkeit. Isaac Newton und seine Theorie der universellen Gravitation setzen den Inspirationsreiz: Körper im Universum ziehen sich mit einer Kraft an, die entlang der Verbindungslinie der Körper wirkt.
Besetzung: Caterina Cerolini, Ting En Chiang, Rebecca Gollwitzer, Masami Fukushima, Alessia Zaccharia, Michele Carnimeo, Daniele Cavuoti, Christian Colatriano, Harrison Rodrigues, Lukas Ziegele
Choreografie: Tarek Assam
Ausstattung: Michele Lorenzini
Videografie: Lieve Vanderschaeve
Wir danken dem Theaterförderverein Halberstadt e.V. für die freundliche Unterstützung dieser Produktion.
Premiere: 16.09.2022, Kammerbühne Halberstadt
Uraufführung: 2016 Dauer:56 min
II. Der Froschkönig
Familienballett von Gabriella Gilardi
Musik von Sebastian Bund
„In den alten Zeiten, wo das Wünschen noch geholfen hat, lebte ein König, dessen Töchter war so schön, dass die Sonne selber, die doch so vieles gesehen hat, sich verwunderte, sooft sie ihr ins Gesicht schien.“ Kaum ein Märchen beginnt mit so herzerfreuenden Worten und ist gleichzeitig so rätselhaft wie „Der Froschkönig“. Wie kommt es dazu, dass eine im Grunde grausame Tat zwei Seelen in tiefer Liebe miteinander verbindet? Gabriella Gilardis fantasievolle und raffinierte Choreografie, Mona Hapkes märchenhafte Ausstattung und ein verschmitzt-übermütiges Tanzensemble geben auf diese Frage eine höchstvergnügliche Antwort.
Besetzung: Caterina Cerolini, Ting En Chiang, Rebecca Gollwitzer, Masami Fukushima, Alessia Zaccharia, Michele Carnimeo, Daniele Cavuoti, Christian Colatriano, Harrison Rodrigues, Lukas Ziegele
Choreografie: Gabriella Gilardi
Ausstattung: Mona Hapke
Wiederaufnahme: 19.11.2022, Großes Haus Halberstadt – Dauer: 1,05 Stunden
Wiederaufnahme: 19.11.2022 Dauer: 56 min
III. Sportomania
Tanzstück von Sara Angius
Schawow!!! Zwei Menschen werden an einen fantastischen Ort katapultiert. Dort beginnt für sie ein Wettlauf gegen die Zeit, denn sie müssen zusammen ein bestimmtes Ziel erreichen. Die beiden starten eine Reise durch eine absurde Welt voller Hindernisse und Überraschungen.
In dieser mobilen Schulproduktion verwandelt sich die Sporthalle in einen Ort voller Magie, an dem die Turngeräte Teil der Szenografie sind. Verbunden mit zeitgenössischem Tanz wird so eine Geschichte über Leistungsdruck, Zielstrebigkeit und Teamarbeit erzählt.
Besetzung: Ting En Chiang, Alessia Zaccharia, Daniele Cavuoti, Harrison Rodrigues
Musikalische Leitung: Erich Wesowski
Inszenierung: Sara Angius
Ausstattung: Julia Burkhardt
Choreographie: Sara Angius
Uraufführung: 2020 Dauer:
IV. Winterreise
Tanzabend von Tarek Assam
Musik von Franz Schubert – Texte von Wilhelm Müller
Traum, Erinnerung und Realität verschwimmen im Erleben einer Winterreisenden zu einem Gefühlsgeflecht, das jede Grenze zwischen den Welten negiert. Sie verlässt mit wundem Herzen den Ort einer gewesenen Liebe ohne Ziel in der Winternacht, umherirrend, weg von der Zivilisation, ins Weglose. Gemeinsam mit der Wanderin begeben sich Choreograf Tarek Assam und sein Tanzensemble auf eine genderneutrale Reise in die einsame Nachdenklichkeit und Auseinandersetzung mit der Natur. Den Leitfaden für diese Erkundung zeichnet Franz Schuberts berückender, düster-assoziativer Liederzyklus „Winterreise, op. 89“.
Besetzung: Caterina Cerolini, Ting En Chiang, Rebecca Gollwitzer, Masami Fukushima, Alessia Zaccharia, Michele Carnimeo, Daniele Cavuoti, Christian Colatriano, Harrison Rodrigues, Lukas Ziegele
Choreografie: Tarek Assam
Am Flügel: MD Johannes Rieger
Gesang: Regina Pätzer
Ausstattung: Katharina Andes
Premiere: 24.02.2023, Großes Haus Halberstadt
V. TanzArt ostwest Sachsen-Anhalt
- 2.6.2023 Eröffnung der Domfestspiele Halberstadt
- Ausrichtung des Festivals TanzArt Sachsen-Anhalt vom 2.-11. Juni 2023
I.-V. Gefördert durch die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien im Programm NEUSTART KULTUR, Absolvent:innen-Förderung DIS-TANZ-START des Dachverband Tanz Deutschland.
Produktionen der Spielzeit 2021/2022
Nacht(t)raum (2020)
Choreograf: Can Arslan
Musik von Ludovico Einaudi
Anzahl Tänzer*innen: 4 Tänzerinnen, 4 Tänzer
Bühnenmaße: 8 m x 7 m
Dauer: ca. 1 Stunde 15 Minuten, keine Pause
Cinderella (2021)
Choreograf: Can Arslan
Musik von Sergej Prokofjew
Anzahl Tänzer*innen: 4 Tänzerinnen, 4 Tänzer
Bühnenmaße: 8 m x 9 m
Dauer: ca. 1 Stunde 15 Minuten, keine Pause
Der Froschkönig (2021)
Choreografin: Gabriella Gilardi
Musik von Sebastian Bund
Anzahl Tänzer*innen: 4 Tänzerinnen, 4 Tänzer
Bühnenmaße: 8 m x 9 m
Dauer: ca. 1 Stunde 5 Minuten, keine Pause
Schwanensee (2020)
Choreograf: Can Arslan
Musik von Peter Tschaikowsky, eingespielt von den Harzer Sinfonikern
Anzahl Tänzer*innen: 6 Tänzerinnen, 4 Tänzer
Bühnenmaße: 8 m x 9 m
Dauer: ca. 2 Stunden, eine Pause
3 Choreografen (2022)
Choreograf: Can Arslan, Ricardo Fernando, Roberto Scafati
Anzahl Tänzer*innen: 4 Tänzerinnen, 4 Tänzer
Bühnenmaße: 8 m x 9 m
Produktionen der Spielzeit 2020/2021
Nacht(t)raum (2020)
Choreograf: Can Arslan
Musik von Ludovico Einaudi
Anzahl Tänzer*innen: 4 Tänzerinnen, 4 Tänzer
Bühnenmaße: 8 m x 7 m
Dauer: ca. 1 Stunde 15 Minuten, keine Pause
Produktionen der Spielzeit 2019/2020
Salome (Kammertanzabend) (2019)
Choreografie: Can Arslan
Musik: Sebastian Bund
Bühne: 8m x 7m
8 Tänzer*innen
Dauer: ca. 60 min
Die Schöne und das Biest (Märchenballett) (2019)
Choreografie: Can Arslan
Musik: Sebastian Bund
Bühne: 8m x 9m
8 Tänzer*innen und Kinderballett
Dauer: ca. 60 min.
Schwanensee (2020)
Choreografie: Can Arslan
Musik: P. I. Tschaikowsky
Bühne: 8m x 9m
10 Tänzer*innen und Orchester des Nordharzer Städtebundtheaters
Produktionen der Spielzeit 2018/2019
Pandora (2018)
Choreografie: Can Arslan
Musik: Béla Bartók u.a.
Bühne: 8m x 7m
8 Tänzer*innen
Dauer: ca. 60 min.
Die kleine Meeresjungfrau (2018)
Choreografie: Can Arslan
Musik: Sebastian Bund
Bühne 8m x 9m
7 Tänzer*innen und das Kinderballett
Dauer: ca. 60 min.
Mozart-Requiem (2019)
Choreografie: Can Arslan
Musik: Wolfang Amadeus Mozart, Opernchor und Verstärkungschor des Nordharzer Städtebundtheaters
Bühne: 8m x 9m
7 Tänzer*innen
Produktionen der Spielzeit 2017/2018:
Premieren
Carmen (2018)
Choreografie: Can Arslan
Musik: Georges Bizet u.a. Orchester des Nordharzer Städtebundtheaters
Voraussichtlich 8 Tänzer*innen
Bühnenmaße: ab Portal 8 x 9 m
Repetoire
Hänsel und Gretel (2017)
Choreografie: Can Arslan
Musik: Basti Bund
8 Tänzer*innen
Kinderballett von 6 Mädchen
Bühnenmaße: ab Portal 8 x 9 m
Dauer: ca. 60 min
Traumfänger (Kammertanzabend)
Choreografie: Can Arslan, Ingrid Magriña Martinez, Masami Fukushima, Vinicius Augusto Menezes da Silva
Musik: Nils Frahm, Heitor Villa-Lobos, Jóhann Jóhannsson, Damián Rieza Muñoz, Greg Haines, Max Richter
8 Tänzer*innen
Bühnenmaße: 8 x 7
Dauer: ca. 70 min
Produktionen der Spielzeit 2015/2016:
Stars
Choreographie: Francisco Sanchez Martinez
8 Mitwirkende
Dauer: 80 min
Der Nussknacker
Choreographie: Can Arslan
Musik: Pjotr Iljitsch Tschaikowsky
8 Mitwirkende
Dauer: 70 min
Coppélia
Choreographie: Can Arslan
Musik: Léo Delibes
Produktionen der Spielzeit 2014/2015
Peer Gynt (2014)
Choreographie: Can Arslan
Musik: Edvard Grieg
10 Mitwirkende
Dauer: 90 min
Die Schneekönigin (2014)
Choreografie: Alexandre Tourinho
Musik: Joachim Kielpinski
20 Mitwirkende
Dauer: 60 min
Strawinsky-Abend (2014)
Choreografie: Francisco Sanchez Martinez
Musik: Igor Strawinsky
10 Mitwirkende
Dauer: 120 min
Produktionen der Spielzeit 2013/2014
Giselle (2014)
Choreografie: Anna Vila
Musik: Adolphe Adam, Orchester des Nordharzer Städtebundtheaters
15 Mitwirkende
Orchester des Nordharzer Städtebundtheaters
Dauer: 120 min
Schneewittchen (2013)
Choreografie: Jaroslaw Jurasz
Musik: Joachim Kielpinski
20 Mitwirkende
Dauer: 60 min
Triptychon (2013)
Choreografie: Jaroslaw Jurasz, Martin Kaempf
Musik: Paul Hindemith, Gustav Holst, F. Chopin
10 Mitwirkende
Dauer: 120 min
Sportomania
Der Froschkönig
Gravitas
Nordharzer Städtebundtheater Halberstadt
Spiegelstr. 20a
38820 Halberstadt
Nordharzer Städtebundtheater Quedlinburg
Marschlinger Hof 17/18
06484 Quedlinburg
Email: t.assam@nordharzer-staedtebundtheater.de
Telefon: 03941-69655
Telefon Theater: 03941-69650