• I PLAY D(E)AD (2022). Choreography Wagner Moreira. Photo Pawel Sosnowski

  • TRANSIT (2023). Choreography Wagner Moreira, Tanzcompany Theater Regensburg. Photo Marie Liebig

Tanzcompany Theater Regensburg

Porträt

Die Tanzcompany Theater Regensburg besteht aus zehn Tänzer*innen, aus 9 verschiedenen Nationen. Als künstlerischer Leiter und Chefchoreograf setzt Wagner Moreira seit der Spielzeit 2022/23 unter der Intendanz von Sebastian Ritschel neue Akzente in der Sparte Tanz. Neben technischen sind auch die darstellerischen Fähigkeiten der Tanzcompany gefragt. Die Tänzer*innen können ihre vielseitigen Talente und die verschiedenen Facetten ihrer Persönlichkeit weiterentwickeln und mit in die künstlerische Arbeit einbringen. Dazu gehört auch die Zusammenarbeit mit Gastchoreograf*innen, die Möglichkeit, eigene choreografische Arbeiten zu präsentieren und das Mitwirken in spartenübergreifenden Produktionen.

Wagner Moreiras Leidenschaft besteht darin Menschen zu bewegen und Begegnungen zu schaffen. Tanz ist für ihn dabei nicht nur eine Kunstform, sondern auch ein Vehikel für Diversität und Offenheit, Bewegung ein Medium für das Miteinander. Dieser Ansatz spiegelt sich sowohl in seinen Choreografien als auch in mobilen site-specific Performances und partizipativen Projekten wider.

Die Tanzcompany des Theater Regensburg öffnet sich nach außen: neben Matineen werden regelmäßig öffentliche Proben und Einführungen angeboten, die das Publikum an die Formensprache und die tägliche Arbeit im Ballettsaal heranführen möchten. Seit der Spielzeit 2022/23 bringt Wagner Moreira mit Projekten wie MASSA MOBIL den Tanz in den öffentlichen Raum und bietet Jung und Alt die Möglichkeit, Tanz auch außerhalb des Theaters zu erleben.

Geschichte und Biographie

Zur Geschichte des Ensembles

Erst seit der Spielzeit 1989/90 besitzt das Theater Regensburg eine eigenständige Tanzsparte, zuvor gab es ein kleines Ensemble, das für Operetten-Tanzeinlagen engagiert war. Mit Intendantin Marietheres List kam 1988/90 Dieter Gößler an das Haus, der das neue Ensemble mitbegründete. Auf ihn folgten, mit je nur zweijährigen Amtszeiten, Winfried Schneider und Ricardo Fernando, der die Internationale Aidstanzgala initiierte, die immer noch jährlich stattfindet. Von 2004 bis 2012 prägte Olaf Schmidt den Tanz. Darauf folgte 2012/13 Yuki Mori als Leiter des Tanzensembles, der in der Spielzeit 2019/20 von Georg Reischl abgelöst wurde. Seit der Spielzeit 2022/23 ist Wagner Moreira Künstlerische Leitung des Tanztheaters & Chefchoreograf am Theater Regensburg.

Wagner Moreira stammt aus Barbacena (Brasilien). Seit 2003 lebt er in Deutschland und arbeitet als Choreograf, Performer und Gastdozent an Theatern und in freien Kompanien u.a. in Brasilien, Deutschland, Griechenland, Italien, Schweden, Türkei, Tschechien und USA. Er absolvierte seinen Master of Arts in Choreografie an der Palucca Hochschule für Tanz Dresden und wurde 2019 mit dem sächsischen Tanzpreis „Ursula-Cain-Förderpreis“ ausgezeichnet. Als zeitgenössischer Tänzer erhielt er Preise auf verschiedenen Festivals sowie den DAAD-Preis. In der Spielzeit 2020/21 wurde er als Künstlerischer Leiter und Chefchoreograf an die Landesbühnen Sachsen berufen. Seine Arbeiten zeichnen sich durch Zugänglichkeit, Mobilität, Inklusion und Interdisziplinarität aus.

„Mein Wunsch ist es, allen Menschen einen Zugang zur Kunst zu ermöglichen, gleich welche körperlichen Voraussetzungen, Hautfarbe, Herkunft, Sprache, Religion oder Orientierung sie haben: Mobilität, Zugänglichkeit, Inklusion und Crossdisziplinarität sind in meiner künstlerischen Praxis eine Selbstverständlichkeit.“

Wagner Moreira

Produktionen

  • 2023/2024

    2023/2024

    Produktionen der Spielzeit 2023/2024

    TRANSIT
    Tanzabend von Wagner Moreira
    Premiere 14.10.23
    Musik von Osvaldo Golijov
    In englischer, spanischer, hebräischer und arabischer Sprache mit deutschen Übertiteln
    Musikalische Leitung: Tom Woods
    Inszenierung: Wagner Moreira
    Choreografie: Wagner Moreira, Tanzcompany Theater Regensburg
    Choreografische Mitarbeit: María Bayarri Pérez
    Ausstattung: Kristopher Kempf
    Video: Steffen Cieplik
    Licht: Wagner Moreira, Martin Stevens
    Dramaturgie: Esther von der Fuhr
    10 Tänzer*innen: Vittoria Carpegna, Bérénice Durozey, Pedro Henrique Ferreira, Momoe Kawamura, Fátima López García, Natsuho Matsumoto, Win McCain, Leander Veizi, Vincent Wodrich, Chih-Yuan Yang
    Gesang (Mezzosopran): Svitlana Slyvia
    13 Musiker*innen:
    1. VIOLINE Brunhild Haida / Beatrix Leinhäupl
    2. VIOLINE Dong-Ae Han / Tilmann Kay
    VIOLA Daniela Pletschacher / Matthias Rosenfelder / Helena Pilipovic
    VIOLONCELLO Tomasz Skweres / Joanna Sachryn
    KONTRABASS Frank Wittich / Andreas Brand
    FLÖTE Gabriella Damkier / Mathilde Leleu
    KLARINETTE Michael Wolf / Susanne Strelow
    HORN Gabriel Maul / Noé Leander Lehmann / Michael Scharfetter
    SCHLAGZEUG Werner Borst / Jens Krahl
    HARFE Claudia Broy
    GITARRE Radmila Besic
    AKKORDEON Konstantin Ischenko / Marko Trivunovic
    ELEKTRONISCHE ZUSPIELUNGEN Tom Woods
    Bühnenmaße: ca. 14 x 14 m
    Spielstätte: Bismarckplatz
    Dauer: ca. 85 Minuten
    Inhalt: Das Leben vieler Künstler*innen ist geprägt von einem Dasein zwischen zwei Welten, zwei Kulturen, der alten und der neuen Heimat, dem Ort des Sehnens und dem Ort des Seins. Sie befinden sich immerfort „in transit“, im Übergang zwischen Ankommen und Weggehen – eine existentielle Erfahrung von Entwurzelung und Zerrissenheit, die sich oftmals in ihrem künstlerischen Schaffen widerspiegelt. Äußere und innere Aufbrüche prägen unser Zeitalter der rastlosen Bewegung, damit verbunden sind ambivalente Gefühle von Befreiung und Lust, Sehnsucht und Melancholie, Sorge und Angst. Neben unterschiedlichen Facetten des Übergangshaften thematisiert Wagner Moreira in seiner Inszenierung die sowohl freud- wie auch leidvollen Erfahrungen des ständigen Wandels sowie die Suche nach einer Zugehörigkeit – zu Menschen und Orten.
    Der Tanzabend entwickelt sich rund um die Musik des argentinischen Komponisten Osvaldo Golijov (*1960). Aus der eigenen biografischen und geografischen Erfahrung heraus gelingt es ihm in seinen Werken (u.a. AYRE) auf virtuose Weise, eine Verbindung zwischen verschiedenen Ländern, Landschaften und Kulturen herzustellen und Grenzen aufzuheben.

  • 2022/2023

    2022/2023

    Produktionen der Spielzeit 2022/2023

    MASSA MOBIL
    Tanzperformance im öffentlichen Raum von Wagner Moreira
    Premiere: 23.9.22
    Konzept, Choreografie, Ausstattung, Kostüme: Wagner Moreira
    Choreogr. Assistenz, Probenleitung: María Bayarri Pérez
    Tanz: Vittoria Carpegna, Pedro Henrique Ferreira, Momoe Kawamura, Fátima López García, Win McCain, Leander Veizi, Bérénice Durozey, Chih-Yuan Yang, Vincent Wodrich, Natsuho Matsumoto
    Bühnenmaße: ca. 10 x 10 m
    Spielstätte: Stadtraum
    Dauer: ca. 30 Minuten
    Inhalt: Haidplatz, Steinerne Brücke oder Stadtpark: Mit der Performance MASSA MOBIL erobert sich die Tanzcompany den Regensburger Stadtraum. Zehn Tänzer*innen erschaffen in einem offenen Prozess individuelle choreografische Miniaturen, die an immer neuen Spielorten unterschiedliche Wandlungsprozesse thematisieren. Im gemeinsamen „Unterwegssein“ mit dem Publikum entstehen Möglichkeiten zur Begegnung und zum Austausch. Jenseits von kulturellen und körperlichen Barrieren ist der Tanz für alle Menschen intuitiv zugänglich und birgt als Mittel der Kommunikation und Integration ein großes gesellschaftliches Potential.
    In der Begegnung von Kunst und Alltag eröffnet MASSA MOBIL neue Denkräume und andere Sichtweisen. Im Wechsel von Solo und Ensembleszenen, von ruhigen Momenten der Verletzlichkeit und impulsiven schnellen Tanzsequenzen, entwickeln die Tänzer*innen eine abwechslungsreiche Performance voller Dynamik und Emotion, um das Publikum am Ende spielerisch in einen gemeinsamen Tanz einzubeziehen – eine Gesellschaft in Bewegung.

    I PLAY D(E)AD
    Solo-Tanzperformance von Wagner Moreira
    Premiere: 25.9.22
    Konzept, Choreografie, Performance & Ausstattung: Wagner Moreira
    Dramaturgie: Thomas Schütt, Esther von der Fuhr
    Video: Petros Kolotouros
    Licht: David Herzog
    ICH: Wagner Moreira
    Bühnenmaße: ca. 10 x 6 m
    Spielstätte: Haidplatz
    Dauer: 60 Minuten
    Inhalt: Im 23. Jahr nach dem Freitod des eigenen Vaters feiert Wagner Moreira 30 Jahre Tanzkarriere und obendrein seinen 45. Geburtstag. Die Koinzidenz dieser Ereignisse bewegt ihn erneut dazu, sich in einem Solo dem Tabu des Freitods zu stellen, doch ohne dabei das Leben und die Kraft und Schönheit des Augenblicks aus den Augen zu verlieren. In seiner Performance nähert sich Wagner Moreira diesem schwierigen Thema mit Leichtigkeit und Nachdenklichkeit zugleich und gibt den Zuschauenden Raum für eigene Gefühle und Gedanken.
    Im emotionalen Spagat zwischen dem Tod des Vaters und dem eigenen „Sterbenlernenwollen“ eröffnet Wagner Moreira in seinem Solo zu Musik von Erik Satie ein poetisches Szenario über Pietät und Demut, Entschlossenheit und Lebensfreude und streift dabei die großen philosophischen Fragen unseres Lebens.
    Das Solo I PLAY D(E)AD wurde 2017 im Projekttheater Dresden uraufgeführt und mit dem Sächsischen Tanzpreis „Ursula-Cain-Förderpreis“ 2019 ausgezeichnet.
    I PLAY D(E)AD möchte im Tanzen das Sterben lernen – und doch das Leben feiern.

    INSIDEOUT (UA)
    Tanzstück van Wagner Moreira (10 +)
    Premiere: 23.10.22
    Inszenierung, Ausstattung: Wagner Moreira
    Choreografie: Wagner Moreira, Tanzcompany
    Choreogr. Assistenz: María Bayarri Pérez
    Licht: Wagner Moreira, Simon Opitz
    Dramaturgie: Esther von der Fuhr
    Tanz: Vittoria Carpegna, Momoe Kawamura, Leander Veizi, Vincent Wodrich
    Bühnenmaße: ca.  6 x 8 m
    Spielstätte: Junges Theater
    Dauer: 55 Minuten
    Inhalt: Wir kommunizieren tagtäglich, nicht nur mit Worten. Manchmal reicht ein einziger Blick oder eine Grimasse, eine Geste oder auch nur ein Laut, um vom Gegenüber verstanden oder missverstanden zu werden. Unsere Körpersprache verrät viel mehr, als wir glauben. Vier Tänzer*innen versuchen auf unterschiedliche Weise Kontakt aufzunehmen. Im tänzerischen Spiel mit Bühnenobjekten, die mal einen Laufsteg formen, dann wieder ein Aquarium, entstehen ständig neue Räume und Situationen. Die Tänzer*innen sehen sich mit immer neuen, sichtbaren und unsichtbaren Grenzen konfrontiert und suchen nach Momenten von Austausch, Eigenständigkeit oder Zusammenhalt. Das Publikum ist dabei Teil des Spiels. Es kann jederzeit auf die räumlichen Veränderungen reagieren, nach Gemeinsamkeiten und Möglichkeiten des Austausches suchen - auch wenn dazu ein Positions- oder Seitenwechsel nötig ist. So wird auf spielerische Art zeitgenössischer Tanz für ein junges Publikum erfahrbar…Wer ist inside? Wer ist outside? Wo liegt die Grenze? Und wer entscheidet?


    MARÍA DE BUENOS AIRES
    Tango-Operita von Astor Piazzolla
    Premiere: 25.2.23
    Wiederaufnahme: 18.11.23
    Musik von Astor Piazzolla
    Libretto von Horacio Ferrer
    Deutsche Fassung von Christian Lehnert
    In spanischer und deutscher Sprache mit deutschen Übertiteln
    Musikalische Leitung: Andreas Kowalewitz
    Inszenierung: Sommer Ulrickson
    Choreografie: Sommer Ulrickson, María Bayarri Pérez, Tanzcompany Theater Regensburg
    Choreogr. Assistenz & Abendspielleitung: María Bayarri Pérez
    Ausstattung: Mireia Vila Soriano, Alexander Polzin
    Licht: Martin Stevens
    Dramaturgie: Esther von der Fuhr
    10 Tänzer*innen:
    EL DUENDE | ERZÄHLER Thomas Mehlhorn
    MARÍA | DER SCHATTEN MARIAS Fabiana Locke | Pedro Henrique Ferreira, Vittoria Carpegna, Bérénice Durozey, Hector Ferrer Fernandez, Corina Hoser, Momoe Kawamura, Fátima López García, Natsuho Matsumoto, Win McCain, Leander Veizi , Vincent Wodrich, Chih-Yuan Yang
    DIE STIMME EINES PAYADOR | ERZÄHLER Carlos Moreno Pelizari | Juan Carlos Falcón
    PORTEÑO GORRIÓN | ERZÄHLER Alejandro Nicolás Firlei Fernández
    LADRÓN | ERZÄHLER Felix Rabas
    ERSTER PSYCHOANALYTIKER Carlos Moreno Pelizari | Juan Carlos Falcón
    EINE STIMME JENES SONNTAGS Alejandro Nicolás Firlei Fernández
    CHOR Alejandro Nicolás Firlei Fernández, Carlos Moreno Pelizari| Juan Carlos Falcón, Felix Rabas, Tanzcompany Theater Regensburg
    11 Musiker*innen:
    1. VIOLINE Sándor Galgóczi / Andrei Ciobanu
    2. VIOLINE Dong-Ae Han / Kristin Schorr
    VIOLA Daniela Pletschacher / Katharina Hippert
    VIOLONCELLO Johannes Klier / Armand Fauchère
    KONTRABASS Berkcan Ertan / Frank Wittich
    FLÖTE Gabriella Damkier / Mathilde Leleu
    AKKORDEON Konstantin Ischenko
    GITARRE Thomas Etschmann / Andreas Blüml
    STABSPIELE Jens Krahl
    SCHLAGZEUG Werner Borst
    KLAVIER Andreas Kowalewitz
    1 Schauspieler, 4 Sänger*innen
    Bühnenmaße: ca. 13 x 13 m
    Spielstätte: Bismarckplatz
    Dauer: 90 Minuten
    Inhalt: Astor Piazzolla (1921–1992) komponierte mit MARÍA DE BUENOS AIRES eine Liebeserklärung an den Tango und an seine Heimatstadt Buenos Aires, die in der Titelfigur María, der ursprünglich namensgebenden Stadtheiligen, menschliche Gestalt annimmt. María ist zugleich Heilige und Sünderin, Begehrte und Verlassene, eine Liebende und Leidende, gefangen in einem Netz von Gewalt, Sexualität, Sehnsüchten und Fantasien. Ihre Existenz zwischen Illusion und Wirklichkeit ist so vielfältig wie die Geschichte dieser Stadt und ihrer Bewohner – eine Geschichte vom ewigen Kreislauf des Werdens und Wieder-Vergehens.
    Piazzolla erschuf mit MARÍA DE BUENOS AIRES keine herkömmliche Oper, sondern verschränkte Schauspiel, Gesang und Tanz raffiniert mit den verschiedenen Stilen des Tango Nuevo. Grundlage für die 1968 uraufgeführte Revue sind die Texte des Lyrikers Horacio Ferrer.
    Sommer Ulrickson begreift Piazzollas MARÍA DE BUENOS AIRES als Projektionsfläche für Sehnsüchte und Hoffnungen. In ihrer Inszenierung greift sie die verschiedenen Ebenen der metaphorischen Bildwelten auf und legt die verborgenen Schichten des Werkes frei.

    LOVE LETTERS (UA)
    Tanzabend von Wagner Moreira
    Premiere: 14.4.23
    Inszenierung: Wagner Moreira
    Choreografie: Wagner Moreira, Tanzcompany Theater Regensburg
    Choreogr. Assistenz: María Bayarri Pérez
    Ausstattung: Kristopher Kempf
    Licht: Wanja Ostrower
    Sounddesign: Wagner Moreira
    Dramaturgie: Esther von der Fuhr
    CUPIDO: Vincent Wodrich
    Tanz: Vittoria Carpegna, Bérénice Durozey, Pedro Henrique Ferreira, Momoe Kawamura, Fátima López García, Natsuho Matsumoto, Win McCain, Leander Veizi, Chih-Yuan Yang
    Stimmen (Aufnahme): Kathrin Berg, Thomas Mehlhorn
    Bühnenmaße: ca. 12 x 10 m
    Spielstätte: Antoniushaus
    Dauer: 80 Minuten
    Inhalt: Viele von uns kennen es noch: das Gefühl von Aufregung und Befangenheit, das uns ereilt, wenn wir nach vielen Jahren einen alten Liebesbrief aus der Schublade ziehen und darin zu lesen beginnen. Die Schwärmerei, das leidenschaftliche und hemmungslose Glühen oder auch das abgrundtiefe Leiden, das in fast jeder Zeile zu spüren ist, lässt einen fragen: Habe ich damals auch solche Briefe geschrieben? Und könnte ich das auch heute noch: so offen über meine Gefühle schreiben, auch wenn es mich verletzlich macht?
    Liebesbriefe zeugen von intensiven Gefühlen. Sie spiegeln den Zustand zwischen Erfüllung und Mangel, Glück und Schmerz. Wie soll, wie kann man dieses intensive Empfinden in ehrliche Worte fassen, ohne Worthülsen zu benutzen, die jeder fad findet und kennt? Und inwiefern unterscheiden sich die heutigen digitalen Liebesbotschaften von den auf Papier und mit der Hand geschriebenen Liebesbriefen der „guten alten Zeit“?
    Mit diesen Gefühlen und Fragen möchten wir uns in dem Tanzabend LOVE LETTERS auseinandersetzen – mit derselben melancholischen Leichtigkeit, mit der einst Leonard Cohen in DANCE ME TO THE END OF LOVE die Phasen der Liebe und einer Beziehung besang.

    DANCE LAB (UA)
    Junge Choreograf*innen Tanzabend
    Premiere: 26.5.23
    Choreografien von Bérénice Durozey, Pedro Henrique Ferreira, Natshuo Matsumoto, Win McCain, Leander Veizi, Vincent Wodrich, Chih-Yuan Yang
    Künstlerische Gesamtleitung: Wagner Moreira
    Choreografie & Ausstattung: Tanzcompany Theater Regensburg
    Licht: Leo Moro
    Dramaturgie: Esther von der Fuhr
    Choreogr. Assistenz: María Bayarri Pérez
    Inhalt: Mit dem Format DANCE LAB erhalten die Tänzer*innen des Ensembles den Raum und die Möglichkeit, ihre individuelle künstlerische Handschrift weiterzuentwickeln, eigene choreografische Ideen umzusetzen und sich dem Publikum in der Rolle als Choreograf*in zu präsentieren. So unterschiedlich die kulturellen und künstlerischen Hintergründe der Mitglieder des internationalen Ensembles, so vielfältig sind auch die Ausgangsideen und Themen der Choreografien, die in DANCE LAB zur Aufführung kommen. Dabei stehen die jungen Choreograf*innen vor der kreativen Aufgabe sich mit dem Spielzeitmotto WAHRHEITEN auseinanderzusetzen und die Verantwortung für Bühne und Kostüm zu übernehmen.
    EACH MAN KILLS THE THING HE LOVES (UA)
    Ein Stück über das Leben, über das fragile Gleichgewicht zwischen Anziehung und Abstoßung, Leid und Trost in einer Beziehung.
    Choreografie & Ausstattung: Vincent Wodrich
    Tanz: Natsuho Matsumoto, Leander Veizi
    A STEP BACKWARDS (UA)
    Zwei Personen, die einen mutigen „Schritt zurück“ machen, um neue Perspektiven zu finden.
    Choreografie & Ausstattung: Natsuho Matsumoto
    Tanz: Momoe Kawamura, Chih-Yuan Yang
    TECHNICAL DIFFICULTIES (UA)
    Ein Stück, welches die Akteure hinter der Bühne in den Fokus rückt.
    Choreografie & Ausstattung: Win McCain
    Tanz: Bérénice Durozey, Natsuho Matsumoto, Vincent Wodrich
    REMEMBRANCE (UA)
    In REMEMBRANCE geht es um Menschen, die im Laufe des Lebens unseren Weg kreuzen und uns in irgendeiner Weise beeinflussen. Manche bleiben länger, manche gehen fast unbemerkt vorbei und manche lassen wir lieber los.
    Choreografie & Ausstattung: Pedro Henrique Ferreira
    Tanz: Vittoria Carpegna, Pedro Henrique Ferreira, Leander Veizi
    JUST A SECOND LONGER (UA)
    Das Stück zeigt Momente einer intensiven Beziehung — und die Erkenntnis, dass Abschiednehmen ein lebenslanger Lernprozess ist.
    Choreografie & Ausstattung: Chih-Yuan Yang
    Tanz: Momoe Kawamura, Chih-Yuan Yang, Vincent Wodrich, Win McCain, Natsuho Matsumoto
    NORMAL PEOPLE (UA)
    Was bedeutet es für zwei junge Erwachsene, „normal“ zu sein und sich den gesellschaftlichen Normen anzupassen?
    Choreografie & Ausstattung: Bérénice Durozey
    Tanz: Bérénice Durozey, Win McCain
    ICH UND WIR (UA)
    Wer bin ich? Wer sind Wir? Was verbindet uns? Was macht uns Angst? Was bewegt uns? Was macht uns einzigartig? Was macht uns menschlich?
    Choreografie & Ausstattung: Leander Veizi
    Tanz: Vittoria Carpegna, Vincent Wodrich, Fátima López García
    Bühnenmaße: ca. 10 x 6 m
    Spielstätte: Haidplatz
    Dauer: 95 Minuten

  • 2021/2022

    2021/2022

    Produktionen der Spielzeit 2021/2022

    Mozart Mozart (2022)
    Premiere: 30.04.2022
    Choreografie und Regie: Luca Signoretti, Georg Reischl
    Choreografische Assistenz: Christian Maier
    Musik: Mozart Streichquintett Nr. 3 in C-Dur, KV 515; Serenade Nr. 13 in G-Dur „Eine kleine Nachtmusik“, KV 525; Sinfonie Nr. 40 in g-Moll, KV 550
    Tänzer:innen: Laureen Olivia Drexler, Elisabet Morera Nadal, Rei Okunishi, Louisa Poletti, Giorgia Scisciola; Filippo Buonamassa, Alessio Burani, Bartłomiej Kowalczyk, Lucas Roque Machado, David Nigro, Tommaso Quartani
    Bühnenmaße: ca. 13m x 12m
    Spielstätte: Theater am Bismarckplatz
    Dauer: ca. 1 Stunde, 45 Minuten, inkl. Pause

    Tanz.Fabrik!neun (2022)
    Premiere: 22.06.2022
    Choreografie: Ensemble Theater Regensburg Tanz, Iratxe Ansa und Igor Bacovich
    Ballettmeister und Organisation: Christian Maier
    Bühnenmaße: ca. 10m x 10m
    Spielstätte: Theater im Antoniushaus
    Dauer: ca. 1 Stunde, 30 Minuten, inkl. Pause

  • 2020/2021

    2020/2021

    Produktionen der Spielzeit 2020/2021

    Sand (2020)
    Premiere: 31.10.2020
    Choreografie und Inszenierung: Georg Reischl
    Musik von Nils Frahm: Says, Hammers, Familiar, Unter – Tristana – Ambre, For – Peter –Toilet Brushes – More (2013 Erased Tapes Records Ltd.), It Was Really, Really Grey, Dedication, Loyalty, I Would Like To Think (2009 Erased Tapes Records)
    Tänzer:innen: Laureen Olivia Drexler, Elisabet Morera Nadal, Rei Okunishi, Louisa Poletti, Giorgia Scisciola; Filippo Buonamassa, Alessio Burani, Bartłomiej Kowalczyk, Lucas Roque Machado, David Nigro, Tommaso Quartani
    Bühnenmaße: ca. 14m x 11m
    Spielstätte: Velodrom
    Dauer: ca. 1 Stunde

    Summertime! (2021)
    Premiere: 26.06.2021
    Choreografie und Inszenierung: Georg Reischl, Alessio Burani
    Musik: „Recomposed by Max Richter: Vivaldi – The Four Seasons“; Daniel Hope; André De Ridder: Konzerthaus Kammerorchester Berlin; George Gershwin: „Summertime“; Interpret:innen der drei Versionen: Leontyne Price und Skitch Henderson; Willie Nelson; Ella Fitzgerald und Louis Armstrong
    Tänzer:innen: Laureen Olivia Drexler, Elisabet Morera Nadal, Rei Okunishi, Louisa Poletti, Giorgia Scisciola; Filippo Buonamassa, Bartłomiej Kowalczyk, Lucas Roque Machado, Tommaso Quartani
    Bühnenmaße: ca. 10m x 14m
    Spielstätte: Theater im Ostpark
    Dauer: ca. 1 Stunde

  • 2019/2020

    2019/2020

    Produktionen der Spielzeit 2019/2020

    Juke Box Heroes (2019)
    Choreographie: Georg Reischl
    Musik: Antonio Vivaldi, Leonard Bernstein, Bonnie Tyler, Antony and The Johnsons, Bronski Beat, Kate Bush, Nina Simone, Jamiroquai,  Melissa Etheridge, AC/DC, Mika, Billie Eilish
    9 Tänzer*innen
    Bühne: 15 m x 9 m
    Dauer: 80 min

    Drum Dancing (2020)
    Choreographie: Georg Reischl
    Musik: Vincent Glanzmann
    10 Tänzer*innen
    Bühne: 12 m x 14 m
    Dauer: 90 min

    Tanz.Fabrik! Acht (2020)
    Choreographie & Musik: TänzerInnen von Theater Regensburg Tanz
    Bühne: 15 m x 9 m    

  • weitere Spielzeiten

    weitere Spielzeiten

    Produktionen der Spielzeiten 2018/2019 und 2017/2018

    Gefährliche Liebschaften (UA 2019)
    Choreographie: Yuki Mori
    Musik: George Fenton, Luigi Boccherini, Henry Purcell, Antonio Vivaldi, Georg Friedrich Händel, Pietro Locatelli, Arcangelo Corelli, Max Richter, Alessandro Marcello, Unico Wilhelm van Wassenaer
    10 Tänzer*innen
    Bühne: 12 m x 14 m
    Dauer: 90 min

    Les petites choses qui disparaissent (Die kleinen Dinge, die verschwinden) (UA 2018)
    Choreographie: Fabien Prioville
    Musik: Hilary Hahn and Hauschka, Frédéric Chopin, Tomoko Usawa, Franz Schubert, Alessandro Scarlatti,  Charlemagne Palestine, David Coulter
    10 Tänzer*innen
    Bühne: 15 m x 9 m
    Dauer: 35 min

    Der Tod und das Mädchen (UA 2018)
    Choreographie: Yuki Mori
    Musik: Dustin O‘Halloran, Ezio Bosso, Ólafur Arnalds, Ludovico Einaudi, Franz Schubert, Max Richter
    10 Tänzer*innen
    Bühne: 15 m x 9 m
    Dauer: 45 min

    BilderRausch: Bacon (UA 2018)
    Choreographie: Yuki Mori
    Musik: Arvo Pärt, Dobrinka Tabakova, Henryk Mikolaj Górecki und Osvaldo Golijov
    10 Tänzer*innen
    Bühne: 12 m x 14 m
    Dauer: 40 min

    BilderRausch: Klimt (UA 2018)
    Choreographie: Felix Landerer
    Musik: Christof Littmann, Max Reger
    10 Tänzer*innen
    Bühne: 12 m x 14 m
    Dauer: 40 min

    Shakespeare Dreams: Human (UA 2017)
    Choreographie: Alessio Burani
    Musik: Armand Amar, Ezio Bosso, Julia Kent, Abel Korzeniowski, Henry Purcell, Field Rotation
    10 Tänzer*innen
    Bühne: 15 m x 9 m
    Dauer: 30 min

    Shakespeare Dreams: Allegoria (UA 2017)
    Choreographie: Yuki Mori
    Musik: Charles Avison, Ezio Bosso, Julia Kent, Max Richter
    10 Tänzer*innen
    Bühne: 15 m x 9 m
    Dauer: 35 min


    Produktionen der Spielzeit 2016/2017

    Loops (2016)
    Choreografie: Yuki Mori, Musik: Simeon ten Holt
    10 Tänzer*innen, Bühnenmaße 20 m x 9 m, 45 min

    Blank (2016)
    Choreografie: Giuseppe Spota, Musik: John Adams
    10 Tänzer*innen, Bühnenmaße 20 m x 9 m, 30 min


    Produktionen der Spielzeit 2015/2016

    The House (2015)
    Choreografie: Yuki Mori, Musik: L. van Beethoven, W. A. Mozart, F. Chopin, S. Rachmaninow u.a.
    10 Tänzer*innen, Bühnenmaße 20 m x 9 m, 90 min

    Bolero (2016)
    Choreografie: Yuki Mori, Musik: Maurice Ravel
    10 Tänzer*innen, Bühnenmaße 18 m x 16 m, 20 min

    Marina (2016)
    Choreografie: Ihsan Rustem
    10 Tänzer*innen, Bühnenmaße 18 m x 16 m, 45 min


    Produktionen der Spielzeit 2014/2015

    Don Quijote (2014)
    Choreografie: Yuki Mori, Musik: Léon Minkus, Ludovico Einaudi, Keith Kenniff, Georges Ivanovich Gurdjieff/Thomas de Hartmann
    10 Tänzer, Bühnenmaße 10 x 9 m, 70 min


    Produktionen der Spielzeit 2013/2014

    Le Sacre du Printemps (2014)
    Choreografie: Yuki Mori, Musik: I. Strawinsky
    11 Tänzer, Bühnenmaße 18 x 16 m, 40 min

    Gefangen im tRaum (2015)
    Choreografie: Stephan Thoss, Musik: Bryce Dessner (Streichquartette „Aheym“, „Little Blue Something“), Musikcollage Daniel Lett und Stephan Thoss
    10 Tänzer*innen, Bühnenmaße 18 m x 16 m

    Bernarda Alba (2015)
    Choreografie: Yuki Mori, Musik: Philip Glass
    10 Tänzer*innen, Bühnenmaße 18 m x 16 m

    Lost on Route 44 (2013)
    Choreografie: Marina Mascarell, Musik: G. Mahler, Sinfonie Nr. 5, Adagietto
    10 Tänzer*innen, Bühnenmaße 20 m x 9 m

    … te dhasht (2013)
    Choreografie: Taulant Shehu, Musik: Arne Stevens
    8 Tänzer, Bühnenmaße 20 x 9 m, 18 min

    Am Rand der Stille (2013)
    Choreografie: Yuki Mori, Musik: Ryuichi Sakamoto, Michael Nyman, Jean-Philippe Rameau, Alexandre Desplat
    10 Tänzer, Bühnenmaße 20 x 9 m, 55 min

    sama:zama (2013)
    Choreografie: Shumpei Nemoto, Musik: Machinefabriek, Andrea Belfi, Gareth Davis, Nina Simone
    10 Tänzer, Bühnenmaße 20 x 9 m, 45 min

    Intime Briefe (2014)
    Choreografie: Yuki Mori, Musik: J. S. Bach
    3 Tänzer, 4 Musiker, Bühnenmaße 18 x 16 m, 25 min

Materialien


TRANSIT
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I PLAY DE(A)D
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INSIDEOUT
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MARÍA DE BUENOS AIRES  
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MASSA MOBIL
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LOVE LETTERS
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