Leipziger Ballett

 „Eine Konstante in meinem choreografischen Schaffen ist die Auseinandersetzung mit der Suche nach Authentizität als einem unabweisbaren künstlerischen Credo. Aber auch individuelle Apokalypsen und gesellschaftliche Utopien gehören zum thematischen Spannungsfeld meiner Werke.“ 

Mario Schröder

 

 

 

Dornröschen / © Ida ZennaDornröschen / © Ida ZennaDornröschen / © Ida ZennaDornröschen / © Ida ZennaDornröschen / © Ida ZennaLamento / © Ida ZennaLamento / © Ida ZennaLamento / © Ida ZennaLamento / © Ida ZennaTriple Bill / © Ida ZennaTriple Bill / © Ida ZennaTriple Bill / © Ida ZennaTriple Bill / © Ida ZennaTriple Bill / © Ida ZennaTriple Bill / © Ida Zenna

PORTRÄT

PRODUKTIONEN

Seit der Spielzeit 2010 | 2011 leitet Mario Schröder als Ballettdirektor und Chefchoreograf das Leipziger Ballett mit seinen 39 Tänzern aus 21 Nationen, für die Schröder erzählerische Choreografien schuf, die durch Intensität, Dynamik und technische Virtuosität bestechen. Ästhetisch hat der Palucca-Schüler Schröder sich eine stilistische Bandbreite erarbeitet, die der klassisch wie modern gleichermaßen hervorragend ausgebildeten Compagnie eine enorme stilistische Vielfalt abverlangt. Tourneen in Europa, Asien und Südamerika sowie internationale Gastchoreografen tragen maßgeblich dazu bei, dass das traditionsreiche Leipzig Ballett seit Jahrzehnten zu den großen internationalen Compagnien gehört. Neue Wege beschreitet das Leipziger Ballett mit Veranstaltungen im öffentlichen Raum und im Kontakt zu anderen Künsten und Künstlern. Im Bereich Education wird in regelmäßigem Turnus eine große Produktion mit unterschiedlichen Partnern im In- und Ausland realisiert und von unzähligen kleineren Formaten kontinuierlich flankiert. 

Produktionen der Spielzeit 2019/2020

Premieren

Dornröschen (2019)

Choreographie: Jeroen Verbruggen

Musik: P.I. Tschaikowski / Gewandhausorchester

40 Tänzer*innen

Bühne: 25 x 22 m

Dauer: 110 min

 

Lamento (2020)

Choreographie: Mario Schröder

Musik: Udo Zimmermann, J.S. Bach, Henryk Mikolaj Górecki / Gewandhausorchester

40 Tänzer*innen

Bühne: 25 x 22 m

Dauer: 120 min

 

Triple Bill (2020)

Choreographie: Didy Veldman, Iván Pérez, Martin Harriague

Musik:Alfred Schnittke, Arvo Pärt, Eric Whiteacre, „The Shoes“, „The Knife“, Octavio Mesa, Alva Noto / Ryuichi Sakamoto (vom Band)

29 Tänzer*innen

Bühne (Schauspiel Leipzig): 15 x 15 m

Dauer: 80 min

 

Soto / Scholz / Schröder (2020)

Choreographie: Cayetano Soto, Uwe Scholz, Mario Schröder

Musik: David Lang, Robert Schumann, Aaron Copland / Gewandhausorchester

8 / 24 / N.N. Tänzer*innen

Bühne: 25 x 22 m

Dauer: ca. 120 min

 

Repertoire

Der Karneval der Tiere

Choreographie: Bjartwe Emil Wedervang Bruland

Musik: Camille Saint-Saens / Gewandhaustheater

8 Tänzer*innen

Bühne: 25 x 22 m

Dauer: 60 min

 

Schwanensee (2018)

Choreographie: Mario Schröder

Musik: P.I. Tschaikowski / Gewandhausorchester

40 Tänzer*innen

Bühne: 25 x 22 m

Dauer: 135 min

 

Der Nussknacker (2016)

Choreographie: Jean-Philippe Dury

Musik: P.I. Tschaikowski / Gewandhausorchester

40 Tänzer*innen

Bühne: 25 x 22 m

Dauer: 120 min

 

Johannes-Passion (2017)

Choreographie: Mario Schröder

Musik: J.S. Bach / Gewandhausorchester

40 Tänzer*innen

Bühne: 25 x 22 m

Dauer: 150 min

 

Tanz in den Häusern der Stadt (seit 2011)

Choreographie: Mario Schröder

Musik: variiert (vom Band)

wechselnde Locations

Dauer: 45 – 60 min

 

Produktionen der Spielzeit 2017/18

Premieren

Johannes-Passion (2017)

Choreografie: Mario Schröder, Musik: Johann-Sebastian Bach

35 Tänzer*innen, Bühne: 18x22m, ca. 150 Minuten (inkl. 20 Min Pause)

 

Boléro (Walkind Mad) / Le Sacre du Printemps (2018)

Choreografie : Johann Inger (Walking Mad), Mario Schröder (Le Sacre du printemps), Musik: Maurice Ravel, Arvo Pärt, Igor Strawinsky

40 Tänzer*innen, Bühne: 18x22m, ca. 95 Minuten

 

Schwanensee (2018)

Choreografie: Mario Schröder, Musik Piotr I. Tchaikowski

40 Tänzer*innen, Bühne: 18x22m, ca. 150 Minuten

 

Toot (2018)

Choreografie: Didy Veldman, Musik: Alfred Schnittke, Dmitri Schostakowitsch, Balancescu Quartett

30 Tänzer*innen, Bühne: 12x15m, ca. 80 Minuten

 

Repetoire

Lobgesang (2016)

Choreografie: Mario Schröder, Musik: Felix Mendelssohn Bartholdy

40 Tänzer*innen, Bühne 18x22m, ca. 90 Minuten

 

Der Nussknacker (2016)

Choreografie: Jean-Philippe Dury, Musik: Piotr I. Tcahikowsky

40 Tänzer*innen, 13 Kinder, Bühne: 18x22m, ca. 130 Minuten

 

Don Juan / Mozart à Deux (2017)

Choreografie: Thierry Malandain, Musik : Christoph Willibald Gluck, Wolfgang Amadeus Mozart

30 Tänzer*innen, Bühne: 18x22m, ca. 90 Minuten

 

West Side Story (2015)

Choreografie / Inszenierung: Mario Schröder, Musik: Leonard Bernstein

40 Tänzer*innen, 8 Musical-Darsteller*innen, 3 Schauspieler*innen, 10 Komparsen, Bühne: 18x22m, ca. 170 Minuten

 

Produktionen der Spielzeit 2014/2015

Jim Morrisson (2014)

Choreografie: Mario Schröder, Musik: vom Band

40 Tänzer, Bühne: 16 x 22m, Spieldauer: 90 Minuten

 

Deca Dance (2014) 

Choreografie: Ohad Naharin, Musik: vom Band

40 Tänzer, Bühne: 16 x 22m, Spieldauer: 70 Minuten

 
Ein Liebestraum (2014)

Choreografie: Mario Schröder, Silvana Schröder, Musik: Gewandhausorchester zu Leipzig (GWO)

40 Tänzer, zwei Gesangssolisten der Oper Leipzig, Bühne: 16 x 22m, Spieldauer: 90 Minuten

 
Mozart Requiem (2014)

Choreografie: Mario Schröder, Musik: Gewandhausorchester zu Leipzig (GWO), Opernchor

40 Tänzer, ein Sprecher, Bühne: 16 x 22m, Spieldauer: 80 Minuten

 
Rachmaninow (2014)

Choreografie: Uwe Scholz und Mario Schröder, Musik: Gewandhausorchester zu Leipzig (GWO)

46 Tänzer, Bühne: 16 x 22m Spieldauer: 80 Minuten

 
Eine Weihnachtsgeschichte (2014)

Choreografie: Mario Schröder, Musik: Gewandhausorchester zu Leipzig (GWO)

40 Tänzer, Bühne: 16 x 22m, Spieldauer: 90 Minuten

 
Othello (2015)

Choreografie: Mario Schröder, Musik: Gewandhausorchester zu Leipzig (GWO)

40 Tänzer, ein Gesangssolist, ein Lautist, Bühne: 16 x 22m, Spieldauer: 120 Minuten

 
Intershop (2015)

Choreografie: Ensemblemitglieder, Musik: vom Band

30 Tänzer, Bühne: 16 x 22m, Spieldauer: 80 Minuten

 
West Side Story (2015) 

Choreografie: Mario Schröder, Musik: Gewandhausorchester zu Leipzig (GWO)

40 Tänzer, 40 Sänger, Opernchor, Bühne: 16 x 22m, Spieldauer: 120 Minuten

 

 

GESCHICHTE & BIOGRAFIE

MATERIALIEN

Zur Geschichte des Ensembles

Die Ursprünge des Leipziger Ballett reichen bis ins späte 17. Jahrhundert zurück. In den 40er Jahren des 20. Jahrhunderts setzte Mary Wigman mit ihrer Choreografie von Carl Orffs „Carmina Burana“ - mit Stilmitteln des Ausdruckstanzes - einen Meilenstein. Seit Eröffnung des Neuen Opernhauses 1960 wurden nahezu alle großen Handlungsballette, aber auch neue Handschriften, aufgeführt. Die Einleitung einer neuen Ära erfolgte 1991 mit dem Antritt von Uwe Scholz als Ballettdirektor und Chefchoreograf. Seiner ersten Leipziger Premiere „Die Schöpfung“ folgten sinfonische Ballette wie „Die Große Messe“ „Siebente Symphonie“ und „Bruckner 8“, die auf Gastspielen in ganz Europa und in Hongkong gezeigt wurden.

Mario Schröder

Mario Schröder hat seit 2010/11 als Ballettdirektor und Chefchoreograf die Company übernommen. Der ehemalige Palucca-Schüler und Absolvent der Hochschule für Schauspielkunst und Regie „Ernst Busch“ war selbst von 1983-1999 Erster Solist des Ensembles – ab 1991 unter Uwe Scholz. Es schlossen sich Engagements als Ballettdirektor und Chefchoreograf in Würzburg und Kiel an. Schröder schuf bisher weit über 80 Choreografien u. a. in Japan, Taiwan, USA, Russland, Mongolei und Frankreich sowie für große deutsche Bühnen wie die Deutsche Oper und Komische Oper Berlin und für das Aalto Ballett Essen. Er arbeitete mit Ruth Berghaus, Maxim Dessau, Nikolaus Lehnhoff und Uwe Scholz zusammen und ist Preisträger zahlreicher Choreografie- und Kultur-Preise.