Ballett der Theater Nordhausen/Loh-Orchester Sondershausen

 

„Erfüllt eine Choreografie Kriterien wie Klarheit, Faszination, Kreativität und Inspiration, erzählt sich der Tanz dem Publikum. Ist jede Bewegung mit einem Gedanken, einer Idee, einer Emotion gefüllt, dann wird der Tanz eigenständig und beginnt zu berühren.“

Jutta Ebnother

Shakespeare. Ein Ballett / © Tilmann GranerShakespeare. Ein Ballett / © Tilmann GranerGiselle / © Alfredo Mena

PORTRÄT

PRODUKTIONEN

Die Kompanie, zu der aktuell zwölf Tänzerinnen und Tänzer aus acht Nationen gehören, wird das elfte Jahr von Jutta Ebnother geführt. Die Kompanie zeigt zwei Produktionen im Großen Haus (eine davon mit Orchesterbegleitung), eine jährliche Ballettgala sowie einen Abend mit Choreografien der Mitglieder der Kom­panie. In der Reihe „BallettWerkstatt“ stellt die Kompanie jährlich eine ihrer Produktionen speziell für jugendliches Publikum vor. Insbesondere mit Handlungsballetten tanzten sich die Künst­le­rinnen und Künstler ins Herz der Besucher. Dabei reicht das Spektrum von klassischen Balletten wie „Giselle“ und „Der Nussknacker“ über Pop-Ballette wie „Bunt, schrill und sexy“ und „What a Feeling“ bis hin zu einer Auftragskomposition zum 800. Geburtstag der Heiligen Elisabeth (Hirschfeld, „Die Heilige“). Zudem sind die Tänzerinnen und Tänzer, zum Teil auch singend, eine wesentliche Stütze der Operetten und Musicals der Theater Nordhausen/Loh-Orchester Sondershausen GmbH (je eine bzw. eines pro Spielzeit). Das Engagement in der Nordhäuser Kom­panie setzt eine profunde klassische wie auch moderne Aus­bil­dung voraus. Gastchoreografen wie Jochen Heckmann, Nick Hobbs oder Tindaro Silvano erweitern die Ausdrucks­möglich­keiten der Kompanie, Gastlehrer wie Nora Kimball oder Leon Kjellsson stellen immer wieder neue, ungewohnte Forderungen an das Ensemble.

Produktionen der Spielzeit 2014/2015

Emotionen getanzter Art (2015)
Choreografie: Mitglieder der Ballettkompanie
Bühnenmaße 8 x 9 m 

Die vier Jahreszeiten (2015)
Choreografie und Libretto: Jochen Heckmann, Martin Chaix, Komposition: A. Vivaldi
6 Tänzer/innen, Bühnenmaße 15 x 12,50 m, 93 min

Ente, Tod und Tulpe (2014)
Choreografie: Jutta Ebnother, Libretto nach dem gleichnamigen Kinderbuch von Wolf Erlbruch, Komposition: Leo Dick
2 Tänzer/innen, Bühnenmaße 8 x 9 m, 40 min

Giselle (2014)
Choreografie: Jutta Ebnother, Komposition: Adolphe Adam, Libretto: Théophile Gautier, Jules Henri Vernoy de Saint Georges und Jean Coralli
12 Tänzer/innen, 1 Schauspielerin, Bühnenmaße 15 x 12,50 m, 100 min

Mitwirkung in:
Die Banditen Operette
Die Päpstin Musical
Carmen Oper

Produktionen der Spielzeit 2013/2014

What a Feeling (2014)
Choreografie und Libretto: Jutta Ebnother, Kompositionen: Giogio Moroder, Martin Gore, Dean Pitchford, Ed Cobb, Gavin Spencer, Ferdinand und Robert Bolland, Michael Sembello, George Douglas, Elliot Wolff, Billy Steinberg, J. S. Bach, Michael Gore  u. a.
12 Tänzer/innen, 8 tanzende Statisten, Bühnenmaße 15 x 12,50 m, 72 min

Ereignisse getanzter Art (2014)
Choreografie: Auke Swen, David Roßteutscher, Fumiko Okusawa, Irene López Ros, Magdalena Pawelec, David Roßteutscher, Alessandra La Bella, András Dobi, András Virág
Bühnenmaße 8 x 9 m, 50 min

Shakespeare. Ein Ballett (2013)
Choreografie und Libretto: Jutta Ebnother, Musik: Henry Purcell, Chaconne, F. Mendelssohn Bartholdy, Craig Armstrong, Nellee Hooper, Marius de Vries, Jules Massenet, Edward Elgar, L. v. Beethoven, Nino Rota, Benjamin Britten, Henry Purcell
12 Tänzer/innen, Bühnenmaße 15 x 12,50 m, 73 min

Mitwirkung in:
Der Vogelhändler Operette von Carl Zeller
Hinter den Kulissen von Paris Nordhäuser Bühnenball 2014
Singin‘ in the Rain Musical
My Fair Lady 

GESCHICHTE & BIOGRAFIE

MATERIALIEN

Zur Geschichte des Ensembles

Seit 1954 verfügt das 1917 eröffnete Theater Nordhausen über ein eigenes Ballett. Jährlich brachte es ein bis zwei, in den 90er Jahren auch drei eigene Produktionen zur Premiere. Als Jutta Ebnother die Kompanie 2004 übernahm, erhöhte sie die Zu­schauerzahl um 30 %, und die Tänzerinnen und Tänzer wurden zu Publikumslieblingen. Dazu trägt auch die jährliche Ballettgala bei, in der sie die Tänzerinnen und Tänzer individuell vorstellt. Mindestens eine der beiden Ballettproduktionen im Großen Haus wird jährlich vom Loh-Orchester begleitet, ein Ballettabend (im Theater unterm Dach) stellt seit 2005 die Tänzerinnnen und Tänzer als Choreografinnen bzw. Choreografen vor. Auslands­gastspiele gab es nach Belgien (Eupen), nach Prag (Tsche­chien) und zum Festival Budapester Frühling.

Jutta Ebnother

Jutta Ebnother erwarb ihre Ausbildung an der Hogeschool voor den Kunsten Amsterdam und an der Akademie des Tanzes Mannheim (Schwerpunkte: klassisches Ballett, moderner Tanz, Tanzpädagogik). Nach Engagements am Landestheater Detmold (1998-2002) und im Tanzensemble des Staatstheaters Kassel (2002-04) wurde sie 2004 Ballettdirektorin am Theater Nordhausen. Hier choreografiert sie ein bis zwei abendfüllende Ballette jährlich. Als Gast choreografierte sie u. a. am Staatstheater Kassel und am Theater Gießen. Beim XIX Seminário Internacional de Dança in Brasília (Brasilien) wirkte sie als Jurorin des Festivals und leitete das Seminar Moderner Tanz. 2007 erhielt sie den allerersten Nordhäuser Theaterpreis.