Ballett Lüneburg

 

„Ich bin stets auf der Suche nach einem Tanz, der aus der Einsamkeit des Menschen entsteht und glaube, dass es eine existenzielle Not gibt, sich jemandem oder auch nur sich selbst mitteilen zu müssen. In meinen Arbeiten versuche ich dem Zuschauer die Möglichkeit zu geben, den anderen dabei zu beobachten und mit ihm oder ihr auf geheimnisvolle Weise zu kommunizieren.“

Olaf Schmidt

 

 

Carmina Burana / © Andreas TammeKaspar Hauser / © Andreas TammeKaspar Hauser / © Andreas Tamme

PORTRÄT

PRODUKTIONEN

Das Ballett Lüneburg hält vier Produktionen pro Spielzeit bereit und besteht aus zehn Solist*innen, die ein breites Spektrum von Tanzstilen in ihrem Repertoire vereinen. Neoklassische Bewegungsformen und moderner zeitgenössischer Tanz werden durch tanztheatralische Momente ergänzt. Kreativität und Persönlichkeit sind besondere Stärken der Tänzer*innen aus zehn Ländern, die trotz großer künstlerischer Individualität ein sehr geschlossen auftretendes Ensemble bilden. Im Repertoire stehen überwiegend handlungsorientierte Tanzstücke, die eine differenzierte Darstellung erfordern. In regelmäßigen Ballettwerkstätten wird der zeitgenössische Tanz dem Publikum nahe gebracht und die Tänzer*innen haben die Möglichkeit in einer vierten sparteneigenen Produktion eigene Choreografien zu präsentieren. Tanzprojekte mit Jugendlichen und älteren Menschen finden am Theater kontinuierlich statt. Die Kompanie tritt an ca. 20 Abenden auch in Musicalproduktionen des Theaters auf. Das Training, das u. a. auch von Gastlehrer*innen gegeben wird, ist überwiegend klassisch, seit Neuestem aber auch einmal pro Woche modern. 

Vorraussichtlich tourfähige Produktionen der Spielzeit 2017/18

Schneewittchen
Choreografie: Olaf Schmidt
10 Tänzer*innen, Bühnenmaße: 12x7m, 60 min

Endless Fall – Tango – Bolero
Choreografie: Olaf Schmidt
10 Tänzer*innen, Bühnenmaße: 10x10m, 100 min

Die Geschichte von Blanche und Marie
Choreografie: Olaf Schmidt
10 Tänzer*innen, Bühnenmaße: 12x10m, 120 min

Produktionen der Spielzeit 2014/2015

KunstverrücktTanz (2015)
Choreografie: Diverse Choreografen/innen, Musik: Diverse 
10 Tänzer/innen, 90 min

Drei Schwestern (2015)
Choreografie: Olaf Schmidt, Musik: Diverse
10 Tänzer/innen, 90 min

Romeo und Julia (2015)
Choreografie: Olaf Schmidt, Musik: Prokowjev
11 Tänzer/innen, 100 min

Dornröschen (2014)
Choreografie: Olaf Schmidt, Musik: P. I. Tschaikowsky
10 Tänzer/innen, 60 min

Stairway to paradise / Tango/ Bolero (2014)
Choreografie: Olaf Schmidt, Musik: Piazzolla, Ravel u. a.
13 Tänzer/innen, 90 min

Produktionen der Spielzeit 2013/2014

KunstverrücktTanz (2014)
Choreografie: Diverse Choreograf/innen, Musik: Diverse 
9 Tänzer/innen, 80 min

Carmina Burana (2014)
Choreografie: Fouquet, Olaf Schmidt, Musik: Carl Orff
8 Tänzer/innen, 70 min

Kaspar Hauser (2014)
Choreografie: Olaf Schmidt, Musik: F. Schubert, J. S. Bach, Glass, W. A. Mozart
10 Tänzer/innen, 90 min

Pinocchio (2013)
Choreografie: Olaf Schmidt, Musik: Diverse
9 Tänzer/innen, 70 min

GESCHICHTE & BIOGRAFIE

MATERIALIEN

Zur Geschichte des Ensembles

Das Ballett des Theaters Lüneburg wird seit der Spielzeit 2013/14 von Olaf Schmidt geleitet. Seine Produktionen „Kaspar Hauser“, „Drei Schwestern“ und „Orestie“ überzeugten nicht nur das Lüneburger Publikum, sondern auch die Fachpresse: als ‚Ballettwunder vor den Toren Hamburgs‘ überzeugt das zehnköpfige Ensemble jährlich mit drei Premieren im großen Haus sowie einer Produktion der jungen Choreograf*innen im T3. Hier finden auch die Familienballette „Aladin“, „Schneekönigin“ und „Pinocchio“ statt und erobern die Herzen der jüngeren Zuschauer*innen. Olaf Schmidt vertraut bei seinen meist abendfüllenden Stücken ganz auf die Persönlichkeiten seiner Tänzer*innen und rückt das Ensemble in den Mittelpunkt jeder Neukreation. Im Januar 2017 feierte das Tanzstück „Die Geschichte von Blanche und Marie“ zur Auftragskomposition von Thomas Dorsch seine erfolgreiche Premiere.

Olaf Schmidt

Olaf Schmidt studierte zunächst in seiner Heimatstadt Berlin Sport und Biologie, bevor er sich von 1984 bis 1987 an der Ballettakademie Hans Vogel in Berlin zum Tänzer ausbilden ließ. 1987/88 folgte ein Engagement am Bremer Theater sowie als Tänzer am Stadttheater Bern (1988-90). Es folgten Engagements als Solotänzer am Ulmer Theater (1990/91) und am Nationaltheater Mannheim unter Philippe Talard (1991/92). Schon früh begann Olaf Schmidt auch als Choreograf zu arbeiten. Von 1992 bis 1997 wirkte er als Choreograf und Ballettdirektor am Pfalztheater Kaiserslautern. In derselben Position ging er anschließend ans Badische Staatstheater Karlsruhe. Als Gastchoreograf arbeitete er an der Guangdong Modern Dance Company (China), am Teatro Amazonas in Manaus (Brasilien), am Ballet de Zaragoza (Spanien), bei den IMPERFECT Dancern (Italien), an der CIA. Sociedade Masculina und am Bale da Cidade in Sao Paulo (Brasilien). Es folgte ein Engagement als Ballettdirektor am Theater Regensburg, welches acht Jahre dauern sollte. Seit Beginn der Spielzeit 2013/14 ist Olaf Schmidt Ballettdirektor am Theater Lüneburg.