Ballettcompagnie des Mainfranken Theaters Würzburg

„Es ist ein Privileg für jeden Choreografen, seine eigenes Ensemble zu haben, mit der man etwas entwickeln, kreieren und erforschen kann. Gegenseitig inspirieren und fordern wir uns heraus. Wir bringen unsere unterschiedlichen Erfahrungen ein, fragen uns, was wichtig ist, was notwendig, was stimulierend. Ich habe gelernt, dass wir eigentlich Handwerker sind und unsere Arbeit aus einem Prozess besteht. Meine Aufgabe ist es, diesen Prozess und alle Künstler sehr sorgsam in meinen Händen zu halten und zu beschützen.“ - Dominique Dumais

 

 

Die Päpstin / © Nik SchölzelDie Päpstin / © Nik SchölzelFrosty Summers / © Lioba Schöneck

PORTRÄT




Seit Beginn der Spielzeit 2018/19 übernahmen Dominique Dumais als Ballettdirektorin und Kevin O’Day als Artist in Residence die Leitung der Tanzsparte am Mainfranken Theater Würzburg. Gemeinsam mit zwölf Tänzerinnen und Tänzern aus der ganzen Welt etablieren sie ihre eigene Tanzsprache und künstlerische Heimat in Würzburg.
Dabei ist es dem Choreografie-Duo wichtig, eine Tanzsprache zu finden, die am Puls der Zeit ist und Impulse aus dem gesellschaftlichen Diskurs aufnimmt. Sie haben deshalb eine Compagnie zusammengestellt, die einen gemeinsamen tänzerischen Ausdruck hat, aber gleichzeitig jedem Tänzer Raum für seine Individualität lässt. Denn die Frage, wie man in einer Gesellschaft Platz für die Individualität und das Andere schaffen kann, ist auch künstlerisch relevant. Das gilt besonders in einem Ensemble, das Tänzerinnen und Tänzer aus zehn Nationen im Arbeitsalltag und auf der Bühne vereint.

Die Tanzcompagnie zählt momentan neben den zwölf festen Tänzerstellen eine Assistenz und eine Stelle für Dramaturgie und Management. Die Compagnie setzt sich aus Tänzern aus aller Welt mit klassischer und moderner Ausbildung zusammen. Die Tanzcompagnie präsentiert jährlich zwei bis drei Produktionen im Großen Haus sowie ein bis zwei Stücke für die kleinere Spielstätte. Dabei bekommen die Tänzer auch die Gelegenheit, selber choreografisch tätig zu sein. Bei einer Musiktheaterproduktion (Oper, Operette, Musical) pro Spielzeit wirkt die Tanzcompagnie ebenfalls mit.

Produktionen der Spielzeit 2019/2020

Es war einmal… (2019)

Choreografie: Kevin O`Day

Komposition: John King

Bühnen- und Kostümbild: Thomas Mika

12 Tänzer*innen , Bühne 12 x 14 m

 

Naked (2016)

Choreografie: Dominique Dumais

Musik: Julia Kent

Bühnen- und Kostümbild: Tatyana Van Walsum

12 Tänzer*innen , Bühne 12 x 14 m

 

#mythos (2020)

Choreografie: Dominique Dumais, Philharmonisches Orchester Würzburg, Musikalische Leitung: Gábor Hontvári

12 Tänzer*innen , Bühne 12 x 14 m

 

Produktionen der Spielzeit 2017/2018

Blaubart-Sacre
Choreografie Anna Vita, Musik Philharmonisches Orchester Würzburg
12 Tänzer*innen, 2 Sänger*innen (Blaubart), Bühnenmaße 12 x 14 m, Dauer 120 min


Laboratorium Tanz
Choreografie Cara Hopkins, Alessandro Giovine, Leonam Santos
12 Tänzer*innen, Bühnenmaße 6 x 8 m, Dauer 100 min


Cinderella
Choregrafie Anna Vita, Musik Philharmonisches Orchester Würzbur
12 Tänzer*innen, Bühnenmaße 12 x 14 m, Dauer 120 min


Gastspiele

Theater Kempten

Die Päptsin
Choreografie Anna Vita
12 Tänzer*innen, 6 Statisten*innen, Bühnenmaße 12 x 14 m, Dauer 100 min


Gala im Theater Koblenz
„Don’t Kiss“

Choreografie Fabio Liberti
2 Tänzer*innen, Bühnenmaße 12 x 14 m, Dauer 15 min

 

Produktionen der Spielzeit 2016/2017

Scheherazade (2016)
Choreografie: Anna Vita, Musik: Rimski-Korsakow/Fazil Say
12 Tänzer*innen, Orchester, Bühnenmaße 12 x 14 m, 120 min

 

Die Päpstin (2016)
Choreografie: Anna Vita, Musik: J.S. Bach, Apocalyptica, Arvo Pärt, Henrik Gorecki, Peteris Vasks, Karl Jenkins etc.
12 Tänzer*innen, ohne Orchester, Bühnenmaße 12 x 16 m, 120 min

 

Der Tod und das Mädchen (2017)
Choreografie: Anna Vita, Musik: Gustav Mahler (nach Franz Schubert)
4 Tänzer*innen, Streichorchester oder Quartett, Bühnenmaße minimal 8 x 8 m, 40 min

 

Who cares (2015)
Choreografie: Armen Hakobyan, Musik: Pust
2 Tänzer*innen, Bühnenmaße minimal 8 x 8 m, 5 min

 

Requiem (2017)
Choreografie: Anna Vita, Musik: W. A. Mozart
12 Tänzer*innen, Orchester und Chor, Bühnenmaße 12 x 14 m, 50 min

 

Produktionen der Spielzeit 2014/2015

Der Fall Carmen (2015)
Choreografie: Anna Vita
12 Tänzer*innen, Bühnenmaße 7,75 x 6 m, Dauer n. a.

 

Schneewittchen (2015)
Choreografie: Anna Vita
16 Tänzer*innen, Bühnenmaße 12 x 18 m, voraussichtlich 150 min

 

Dornröschen (2014)
Choreografie: Anna Vita, Musik: P. I. Tschaikowsky
15 Tänzer*innen, Orchester, Bühnenmaße 12 x 18 m, 130 min

 

Produktionen der Spielzeit 2013/2014

"Frosty Summers" bei der Ballettgala (2014)
Choreografie: Louis Stiens
3 Tänzer*innen, Bühnenmaße 12 x 18 m, 6 min

 

Dornröschen (2014)
Choreografie: Anna Vita, Musik: P. I. Tschaikowsky
15 Tänzer*innen, Orchester, Bühnenmaße 12 x 18 m, 130 min

 

Cyrano de Bergerac (2013)
Choreografie: Anna Vita, Musik: W. A. Mozart
21 Tänzer*innen, Orchester, Bühnenmaße 12 x 18 m, 125 min

 

Der Besuch der alten Dame (2013)
Choreografie: Anna Vita, Musik: Karl Amadeus Hartmann, Dmitri Schostakowitsch, Monty Python
12 Tänzer*innen, Orchester, Bühnemaße 7,75 x 6 m, 75 min

 

Lascia che accada / Josephs-Legende (2013)

Lascia che accada
Choreografie: Roberto Scafati, Musik: Loscil (Scott Morgan), Philip Glass, Félix Lajkó, Ólafur Arnalds
9 Tänzer*innen, Orchester, Bühnenmaße 12 x 18 m, 130 min
Josephs-Legende

Choreografie: Anna Vita, Musik: Richard Strauss
12 Tänzer*innen, Orchester, Bühnenmaße 12 x 18, 130 min

GESCHICHTE & BIOGRAFIE

MATERIALIEN

Geschichte des Ensembles

Das Mainfranken Theater existiert seit 215 Jahren. Die Ballett-Tradition geht weit zurück, so haben unter anderem Andris Plucis, Mario Schröder und Fernanda Guimaraes hier ihre ersten Ballette kreiert. Durch die Gründung eines Fördervereins wurde das Theater mit seinem Ballett im Jahr 2000 gerettet. Anna Vita betrieb von 2004 bis 2018 kontinuierliche Aufbauarbeit. Aus sieben Festverträgen und drei Elevenstellen entstanden zwölf feste Stellen. Seit der Spielzeit 2018/19 leitet Dominique Dumais als Ballettdirektorin die Tanzsparte, Artist in Residence ist Kevin O'Day.

 

Biografie

Ballettdirektorin Dominique Dumais

Die Frankokanadierin Dominique Dumais begann ihre Karriere als Solistin am National Ballet of Canada. 2002 wurde sie Hauschoreografin und stellvertretenden Direktorin der Tanzcompagnie des Nationaltheaters Mannheim unter Kevin O'Day. Von 2013 bis 2016 hielt sie dort die Position der Stellvertretenden Ballettintendanz inne. Als Choreografin produzierte Dumais über 45 Uraufführungen, unter anderem für die Komische Oper Berlin und das National Ballet of Canada.

 

Artist in Residence Kevin O'Day

Der Amerikaner Kevin O'Day begann seine Karriere als Tänzer unter anderem beim Joffrey Ballet, Twyla Tharp und dem New York City Ballet. 2002 wurde er zum Künstlerischen Direktor des Kevin O'Day Ballett, Nationaltheater Mannheim berufen. Von 2013 bis 2016 hielt er dort die Position des Ballettintendanten inne. Als Choreograf produzierte er mehr als 70 Uraufführungen, unter anderem in Mannheim und beim New York City Ballet, dem Stuttgarter Ballett und Hubbard Street Dance in Chicago.

 

 

Videos zu den Produktionen 2017/18

Tod und das Mädchen/Requiem

Die Päpstin: Das Ballett

Videos zu den Produktionen 2014/2015

Dornröschen

Videos zu den Produktionen 2013/2014

Dornröschen
Josephslegende / Lacia che accada

Weitere Videos der Ballettcompagnie 

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