Nationaltheater Mannheim Tanz – NTM Tanz

 

 

 

 

 

„Ich bin nichts ohne meine Tänzer“

Stephan Thoss

Blaubarts Geheimnis / © Hans Jörg MichelEmpty House / © Hans Jörg Michel

PORTRÄT

PRODUKTIONEN

Seit der Spielzeit 2016/17 hat Stephan Thoss als Intendant Tanz und Chefchoreograf die Leitung der Sparte Tanz am Nationaltheater Mannheim inne. Die Kompanie NTM Tanz besteht aus 18 Tänzer*innen und zeichnet sich durch ihr vielseitiges Repertoire aus, das Kreationen des Tanzintendanten mit innovativen Arbeiten renommierter zeitgenössischer Choreografen verbindet.

Produktionen der Spielzeit 2019/2020

 

Premieren

Dorian

Tanzstück von Felix Landerer nach Oscar Wilde

Musik von Christof Littmann

Bühne: Till Kuhnert

Kostüme: Min Li

18 Tänzer*innen; Opernhaus des Nationaltheaters Mannheim

 

Next Paradise

Tanzabend von Frank Fannar Pedersen, Erion Kruja, Taulant Shehu und Stephan Thoss

18 Tänzer*innen; Schauspielhaus des Nationaltheaters Mannheim

 

Beschwörung – Le Sacre du Printemps

Zweiteiliger Tanzabend von Stephan Thoss

Musik von John Corigliano und Igor Stravinsky

Mit dem Nationaltheater-Orchester

18 Tänzer*innen; Opernhaus des Nationaltheaters Mannheim

 

Choreografische Werkstatt 2020

Choreografien von Ensemblemitgliedern des NTM Tanz

18 Tänzer*innen; NTM Tanzhaus Käfertal des Nationaltheaters Mannheim

 

Horizonte

Choreografien von Antonio de Rosa und Mattia Russo (Kor’sia) und Jeroen Verbruggen

18 Tänzer*innen; Schauspielhaus des Nationaltheaters Mannheim

 

Produktionen der Spielzeit 2018/2019

Premieren

Blaubarts Geheimnis

Zweiteiliger Tanzabend von Stephan Thoss

Musik von Henryk Górecky und Philip Glass

18 Tänzer*innen; Opernhaus des Nationaltheaters Mannheim

 

Die vier Jahreszeiten / Empty House

Choreografien von Giuseppe Spota und Johan Inger

13 Tänzer*innen; Schauspielhaus des Nationaltheaters Mannheim

 

Sanssouci

Gemeinsamer Abend von Oper und Tanz zu Musik von J.S. Bach und G.F. Händel sowie Neukompositionen von Arash Safaian nach Themen von J.S. Bach

Choreografie und Inszenierung: Stephan Thoss

Musikalische Leitung: Matthew Toogood

Mit 18 Tänzer*innen, dem Nationaltheater-Orchester, Gesangssolisten und dem Opernchor des Nationaltheaters Mannheim; Opernhaus des Nationaltheaters Mannheim

 

Evolution

Choreografien von Liliana Barros und Stephan Thoss

Musik von Martin Mitterstieler, Jacques Offenbach, Georges Bizet, Giacomo Puccini, Giuseppe Verdi, Bernd Alois Zimmermann u. a.

15 Tänzer*innen; Schauspielhaus des Nationaltheaters Mannheim

 

Choreografische Werkstatt 2019

Choreografien von Ensemblemitgliedern des NTM Tanz

18 Tänzer*innen; NTM Tanzhaus Käfertal des Nationaltheaters Mannheim

 

Produktionen der Spielzeit 2017/2018

Der Tod und das Mädchen (2017)

Choreografie Stephan Thoss, Musik Franz Schubert, Ezio Bosso, Philip Glass und Thomas Larcher, Dauer 135 min

 

Let’s Beat (2018)

Choreografie Marco Goecke, Giuseppe Spota und Stephan Thoss, Musik Igor Strawinsky, Claudio Monteverdi, J. S. Bach, F. Mendelssohn Bartholdy, Hans Zimmer, Keith Jarrett, Jimi Hendrix u.a.

 

Carmen (2018)

Choreografie Yuki Mori, Musik Georges Bizet, Rodion Shchedrin und Joseph Schwantner, Dauer 120 min (inkl. Pause)

 

Verräterisches Herz (2018)

Choreografie Jirí Pokorný und Stephan Thoss

 

Produktionen der Spielzeit 2016/2017

Ein Sommernachtstraum

Tanzstück von Stephan Thoss nach William Shakespeare

 

New Steps – Bolero

Choreografien von Giuseppe Spota, Felix Landerer und Stephan Thoss

 

Gesicht der Nacht

Choreografien von Frank Fannar Pedersen und Stephan Thoss

 

Hello Surprise

Ein gemeinsamer Abend von Theater Regensburg Tanz und NTM Tanz

 

Choreografische Werkstatt (2017)

Choreografien von Ensemblemitgliedern des NTM Tanz

GESCHICHTE & BIOGRAFIE

MATERIALIEN

Stephan Thoss

Stephan Thoss – seit der Spielzeit 2016/2017 Intendant Tanz und Chefchoreograf am Nationaltheater Mannheim – wurde 1965 in Leipzig geboren und nach seiner tänzerischen Ausbildung an der Palucca Schule Dresden 1983 an das Ballett der Staatsoper Dresden engagiert. In einem choreografischen Zusatz-Studium vermittelte ihm der ehemalige Kurt Jooss-Solist Patricio Bunster die Grundlagen der Jooss-Leeder Technik. Nach Stationen an der Komischen Oper Berlin und am Staatstheater Kassel kehrte Thoss 1990 als Solotänzer an die Staatsoper Dresden zurück, wo er in den Folgejahren auch erste Choreografien schuf.

Von 1998 bis 2001 übernahm Thoss mit der Leitung des Balletts der Bühnen der Landeshauptstadt Kiel seine erste Ballettdirektion. Von 2001 bis 2006 war er Ballettdirektor der Staatsoper Hannover, von 2007 bis 2014 Ballettdirektor des Hessischen Staatstheaters Wiesbaden. Während dieser Jahre baute er ein umfangreiches Repertoire auf, das sowohl tänzerische Umsetzungen von Werken zeitgenössischer Komponisten als auch Uraufführungen abendfüllender Handlungsballette beinhaltete. Dazu zählen u. a. »Professor Unrat«, »Blaubarts Geheimnis«, eine Trilogie zu russischen Komponisten inklusive der Schwanensee-Version »Zwischen Mitternacht und Morgen: Schwanensee« und »Le Sacre du Printemps«, sowie Neuinterpretationen von »Dornröschen« und »Romeo und Julia«.

Als Gastchoreograf arbeitete Thoss mit namhaften Compagnien weltweit, so u. a. mit dem Stuttgarter Ballett, dem Bayerischen Staatsballett München, Hamburg Ballett oder dem Ballet du Rhin Strasbourg/Mulhouse, dem Nederlands Dans Theater II in Den Haag, mit Les Grands Ballets Canadiens Montreal sowie dem Ballett des Saarländischen Staatstheaters Saarbrücken, Aalto Ballett in Essen und dem Choreografischen Theater von Johann Kresnik in Bonn, am Gärtnerplatztheater München, mit Gauthier Dance in Stuttgart, dem Ballett der Wiener Staatsoper und dem Ballett Basel.

Für sein Schaffen erhielt Thoss wiederholt Auszeichnungen und Preise. 1993 wurde ihm der Mary-Wigman-Preis der Stiftung der Semperoper für besondere choreografische Leistungen verliehen. Ein Jahr später folgte die Medaglia Laurenziana in Florenz und 1997 der Kunstpreis der Stadt Dresden. Für »Schlaraffenland ist abgebrannt« wurde er 1999 mit dem Bayerischen Theaterpreis ausgezeichnet. Mehrfach sind Stücke von Thoss für den Theaterpreis »Der Faust« nominiert worden, 2007 gewann er ihn für »Giselle M.«. Zuletzt wurde ihm 2014 der Österreichische Musiktheaterpreis »Der goldene Schikaneder« in der Kategorie Beste Ballettproduktion für »Blaubarts Geheimnis« mit dem Ballett der Wiener Staatsoper verliehen.