Ballettensemble des Theater Ulm

 

 

„Tanz heißt Innovation. Unter den traditionellen Sparten des klassischen Theaterbetriebs steht das Ballett am deutlichsten für permanente Erneuerung der Stile, der Ästhetik und der behandelten Themen. Die internationale Sprache des Tanzes öffnet Grenzen.“

Roberto Scafati

Drei / © Hermann PoschGleich Zeitig & Catatumba-Lightning / © Jochen KlenkIn Sich - Selbst / © Hermann Posch

PORTRÄT

PRODUKTIONEN

Die Ballettkompanie am Theater Ulm umfasst zurzeit fünf Tänzerinnen und fünf Tänzer. Der Ballettdirektor wird in seiner Arbeit unterstützt von einer Ballettmeisterin/Trainingsleiterin und einem Ballettrepetitor. Hinzukommen zwei bis drei Gast­choreografinnen bzw. -choreografen je Spielzeit, die das tän­ze­rische Repertoire der Kompanie erweitern und bereichern. Derzeit erarbeitet das Ballettensemble zwei Abende je Spielzeit für das Große Haus des Theaters Ulm (815 Plätze), davon läuft eine Produktion komplett durch alle Abonnementsreihen. Dazu kommen ein bis zwei eigene Abende in der zweiten Spielstätte des Hauses ‚Podium‘ (120 Plätze), ebenfalls in eigenen Abonne­ments­reihen. Hier erproben sich regelmäßig Kompanie-Mitglieder auch als Choreografinnen und Choreografen. Zur Tradition ist es darüber hinaus geworden, dass das Ballett einmal pro Spielzeit an wesentlicher Stelle im Musiktheater mitwirkt. Hierbei legt die künstlerische Leitung des Hauses großen Wert darauf, Tanz als spezielle Theatersprache konzeptionell in die betreffenden Musiktheaterproduktionen einzubinden. Neben diesen vielfälti­gen Aufgaben ist der Sparte Ballett auch eine eigene, ständig wachsende Ballettschule angegliedert mit derzeit an die 200 Elevinnen und Eleven.
Basis der künstlerischen Arbeit ist das klassische tägliche Training. Auf dieser Grundlage entfaltet sich das breite tänzerische Spektrum der Kompanie, das in nahezu allen aktuellen Stilrichtungen Produktionen erarbeitet.

Produktionen der Spielzeit 2014/2015

Carmen & Bolero (2015)
Choreografie: Roberto Scafati, Musik: Rodion Konstantinowitsch Schtschedrin, Arvo Pärt, Maurice Ravel
10 Tänzer/innen, Philharmonisches Orchester der Stadt Ulm, Bühnenmaße 300 m², Dauer n. a.

Ballettschulgala: Der Nussknacker (2014)
Choreografie: Gisela Montero i Garcia, Musik: P. I. Tschaikowsky
4 Tänzer/innen, ca. 120 Eleven der Ballettschule des Theaters Ulm, Bühnenmaße 350 m², 70 min 

Drei (2014)
Choreografie: Ivan Alboresi, Roberto Scafati, Paul Julius
10 Tänzer/innen, 1 Pianist, 1 Cellist, Bühnenmaße 64 m², 105 min

Produktionen der Spielzeit 2013/2014

In sich – selbst (2014)
Choreografie: Can Arslan, Roberto Scafati, Musik: Gabriel Fauré, Charles Gounod, Claude Debussy, Albert Roussel, Hector Berlioz, Camille Saint-Saëns, Jules Massenet, Maurice Ravel
9 Tänzer/innen, Philharmonisches Orchester der Stadt Ulm, 1 Sopran, Bühnenmaße 300 m², 105 min

Junge Choreografen (2014)
Choreografie: Yuka Kawazu, Juliane Nawo, Ceren Yavan-Wagner, Lorenzo Angelini, Damien Nazabal, Pablo Sansalvador
10 Tänzer/innen, 1 Cellist, Bühnenmaße 64 m², 110 min

Gleich Zeitig & Catatumbo-Lightning (2013)
12 Tänzer/innen, Bühnenmaße 350 m², 90 min

Gleich Zeitig
Choreografie: Roberto Scafati, Musik: Atticus Ross, Jóhann Jóhannsson, Ludovico Einaudi, Karlheinz Fohlert
Texte: Roberto Scafati

Catatumbo-Lightning
Choreografie: Francesco Nappa, Musik: Francesco Nappa

GESCHICHTE & BIOGRAFIE

MATERIALIEN

Zur Geschichte der Kompanie

Seit Bestehen des Theaters Ulm in seiner derzeitigen Form, d. h. seit ca. 50 Jahren, gehört die Sparte Tanz zum festen Bestandteil des in kommunaler Trägerschaft betriebenen Hauses. Fest eingebunden in die Abonnementsstruktur sowohl mit eigenen Produktionen wie mit Beteiligungen an Projekten anderer Sparten ist die Ballettkompanie im Schnitt mit 50 bis 60 Abenden pro Spielzeit in den verschiedenen Spielstätten des Theaters zu sehen. Gastspiele an vielen Bühnen Deutschlands und im umliegenden Ausland ergänzen die tänzerische Arbeit in Ulm. Seit 2009 leitet Ballettdirektor Roberto Scafati die Sparte Tanz, von 1998 bis 2009 arbeitete Andris Plucis als Ballettleiter in Ulm, davor – von 1994 bis 1998 – der chinesische Choreograf Qu Ping.

Roberto Scafati

Roberto Scafati ist der Ballettdirektor am Theater Ulm. Nach seiner Ballettausbildung an der Scuola Italiana di Danza/Rom (Italien) und bei Rosella Hightower in Cannes (Frankreich) arbeitete er im Ballettensemble der Opernhäuser in Rom und Neapel (Italien). Zunächst Solotänzer, dann Trainingsleiter wurde er 2009 Ballettdirektor. Seit 1995 arbeitet er als Choreograf. Neben seinen Produktionen in Ulm (jüngst „Le Sacre du Printemps“, „Bolero“ und demnächst „Carmen“) gastierte er am Opernhaus Ankara (Türkei), bei Gauthier Dance in Stuttgart (Deutschland), am Mainfranken Theater in Würzburg (Deutschland), ist Vorsitzender der Jury beim internationalen Solo-Tanztheater-Wettbewerb und gastierte mit seinen Choreografien auf zahlreichen Tanzgalas im In- und Ausland.

Links zu Trailern der Produktionen 2013/2014

Gleichzeitig & Catatumbo-Lightning
In sich - selbst

Junge Choreografen