BallettCompagnie Oldenburg

 

"Mit meiner choreografischen Sprache untersuche ich die Grafik der menschlichen Physis. Ergänzend zur Dramaturgie meiner Stücke, begebe ich mich täglich auf die Suche, welches uns vielleicht noch verborgenes Bewegungsspektrum dem menschlichen Körper innewohnt - dabei ist mir der direkte Bezug zur Musik sehr wichtig."

Antoine Jully

Die Schönste aller Welten / © Martina PipprichDeca-Deci / © Jörg LandsbergFrom the Lighthouse / © Stephan WalzlGeneration Y / © Stephan WalzlHarmonic Language / © Stephan WalzlIs this it / © Stephan WalzlImago Suite/4 Seasons / © Stephan WalzlImago Suite/4 Seasons / © Stephan Walzl

PORTRÄT

PRODUKTIONEN

Die BallettCompagnie Oldenburg wurde zur Spielzeit 2014/15 gegründet. Antoine Jully war zunächst ihr Chefchoreograf, seit der Spielzeit 2017/18 ist er auch Ballettdirektor. In seinem Ensemble tanzen inzwischen 13 Tänzer*innen aus neun Nationen. Sie sind alle klassisch ausgebildet und bringen außerdem Erfahrung und eine große Bereitschaft für und Freude am modernen Tanz mit. Antoine Jully sucht für seine Kreationen häufig Kompositionen aus, die vorher noch nie vertanzt wurden. In seiner sehr physischen choreografischen Sprache zwischen Neoklassik und Modern Dance ist ihm auch an der Weiterführung des Spitzentanzes gelegen. Zeitgenössische Choreografen - wie Ashley Page - lädt er ein, mit seinem Ensemble neue Werke zu erarbeiten und präsentiert in jeder Spielzeit Werke der modernen Tanzgeschichte von Choreografen wie u.a. Alwin Nikolais, Lar Lubovitch, Félix Blaska und Bill T. Jones. Besonders ist die Zusammenarbeit mit Martin Schläpfer hervorzuheben, von dem die BallettCompagnie Oldenburg in der Spielzeit 2016/17 ‚Ramifications‘ und ‚Quartz‘ tanzte und der in der Spielzeit 2017/18 seine Choreografie ‚Violakonzert‘ einstudiert und den dritten Satz in einer neuen Oldenburger Fassung choreografiert. Alle zwei Jahre ist die BallettCompagnie Oldenburg Gastgeber der Internationalen Tanztage unter der Festivalleitung von Burkhard Nemitz, bei denen in allen Spielstätten des Oldenburgisches Staatstheaters Ensembles und Solist*innen aus der ganzen Welt präsentiert werden.

Produktionen der Spielzeit 2017/2018

Premieren:

Drei Generationen

From the Lighthouse (2017)

Choreografie Lester René González Álvarez, Musik Johann Pätzold (Auftragswerk)
7 Tänzer*innen, Bühnenmaße 10,60 x 8,12 m, Dauer 22 min

Is this it? (2017)

Choreografie Antoine Jully, Musik Asaf Avidan
2 Zänzer*innen, Bühnenmaße 10,60 x 8,12 m, Dauer 11 min

Tensile Involvement (1953)

Choreografie Antoine Jully, Musik 4. Streichquartett, Béla Bártok
9 Tänzer*innen, Bühnenmaße 10,60 x 8,12 m, Dauer 24 min

Schläpfer/Jully/Blaska
Violakonzert (2002/04)

Choreografie Martin Schläpfer, Musik Konzert für Viola und Orchester, Alfred Schnittke
13 Tänzer*innen, Bühnenmaße 16 x 10,40 m, Dauer 35 min

Tam Tam et Percussion (1970)

Choreografie Félix Blaska, Musik Pierre Cheriza Fenelus, Jean-Pierre Drouet
13 Tänzer*innen und 2 Musiker, Bühnenmaße 16 x 10,40 m, Dauer ca. 20 min

Der Tod und das Mädchen (2018)
Choreografie Antoine Jully, Musik 14. Streichquartett, Franz Schubert
13 Tänzer*innen und 4 Musiker*innen, Bühnenmaße 16 x 10,40 m, Dauer ca. 45 min

Die Sieben letzten Worte (2018)

Choreografie Antoine Jully, Raphael Hillebrand, Musik Die Sieben letzten Worte unseres Erlösers am Kreuze, Joseph Haydn
13 Tänzer*innen, Oldenburgisches Staatsorchester, Bühnenmaße 16 x 10,40 m, Dauer ca. 60 min

Scheherazade erzählt – aus 1001 Nacht (2018)
                
Choreografie Eleonora Fabrizi, Musik Nikolai Rimski-Korsakow, Claude Debussy, u.a.
12 Tänzer*innen, Dauer ca. 50 min

Studio Moves (2018)

Penseur

Choreografie Timothée Cuny, Musik Pierlucien

Paradigme

Choreografie Maelenn Le Dorze

Palm Trees and Cherry Blooms

Choreografie Floriado Komino

Wiederaufnahme

Generation Y (2016)
Choreografie Antoine Jully, Musik 5. Sinfonie op. 74, Malcolm Arnold
11 Tänzer*innen, Bühnenmaße 16 x 10,40 m, Dauer: 33 min

Deca-Deci (2014)
Choreografie Antoine Jully, Musik Andrei Eschpai, 5. Sinfonie
10 Tänzer*innen, Bühnenmaße 16 x 10,40 m, Dauer 25 min


Produktionen der Spielzeit 2016/2017

Men and Women (2017)
Choreografie: Antoine Jully, Musik: 6. Sinfonie, Allan Petterson
12 Tänzer*innen, Oldenburgische Staatsorchester, Bühnenmaße 16 x 10,40 m, ca. 70 min

Schläpfer / Jully (4 Teile)
Concertante / Ramifications / Quartz / Begegnen ohne sich zu sehen

Concertante (2016)
Choreografie: Antoine Jully, Musik: Concertante, op. 42, György Kurtág
9 Tänzer*innen, Bühnenmaße 10,60 x 8,12 m
Ramifications (2005)

Choreografie: Martin Schläpfer, Musik: Ramifications, György Ligeti
1 Tänzer*in, Bühnenmaße 10,60 x 8,12 m
Quartz (2008)

Choreografie: Martin Schläpfer, Musik: Ghostyhead, Ricky Lee Jones, traditionelle albanische Volksmusik – Ku Verove verën-o, City of Quartz, Marianne Faithfull
2 Tänzer*innen, Bühnenmaße 10,60 x 8,12 m
Begegnen ohne sich zu sehen (2016)

Choreografie: Antoine Jully, Musik: 1. und 2. Sinfonie von C.P.E. Bach, Musik vom Band für alle Stücke
10 Tänzer*innen, Bühnenmaße 10,60 x 8,12 m

Dauer (insgesamt): 100 min

Imago Suite / 4 Seasons (2 Teile)

Imago Suite (1963)
Choreografie: Alwin Nikolais, Musik: Alwin Nikolais, vom Band
11 Tänzer*innen, Bühnenmaße 16 x 10,40 m, 35 min
4 Seasons (2016)

Choreografie: Antoine Jully, Musik: Chorwerke von Paul Hindemith, Eric Whitacre, Pēteris Vasks und Max Reger
12 Tänzer*innen, Opernchor des Oldenburgischen Staatstheaters, Bühnenmaße 16 x 10,40 m, 40 min

Der Kleine Prinz (2015)
Choreografie: Antoine Jully, Musik: Joby Talbot u. a.
10 Tänzer*innen, Bühnenmaße 10,90 x 11,50 m, 40 min

Produktionen der Spielzeit 2015/2016

D - Man in the Waters / Generation Y (2 Teile)

D - Man in the Waters (1989)
Choreografie: Bill T. Jones, Musik: Streichoktett Es-Dur, op. 20 von Felix Mendelssohn Bartholdy
9 Tänzer*innen, Bühnenmaße 16 x 10,40 m, ca. 45 min
Generation Y (2016)

Choreografie: Antoine Jully, Musik: Sinfonie Nr. 5, op. 74 von Malcolm Arnold Oldenburgisches Staatsorchester, Bühnenmaße 16 x 10,40 m, ca. 33 min

City Moves (2016)
Choreografie: Antoine Jully
Bühnenmaße: 10,60 x 8,12 m

Dumbarton Oaks / Artikulation (UA) / Marimba / N.N. (4 Teile)

Dumbarton Oaks (2013)
Choreografie: Antoine Jully, Musik: "Dumbarton Oaks" von Igor Strawinsky
10 Tänzer*innen, Bühnenmaße 16 x 10,40 m, 14.01 min
Artikulation (2015)

Choreografie: Antoine Jully, Musik: "Artikulation" von György Ligeti
1 Tänzer, Bühnenmaße 16 x 10,40 m, 3.49 min
Marimba (1976)

Choreografie: Lar Lubovitch, Musik: "Music for Mallet Instruments, Voices and Organ" von Steve Reich
10 Tänzer*innen, Bühnenmaße 16 x 10,40 m, 18 min
N.N. (2015)

Choreografie: Ashley Page, Musik: "Son of Chamber Symphony" von John Adams
7 Tänzer*innen, Bühnenmaße 16 x 10,40 m, 23.41 min

Der Kleine Prinz (2015)
Choreografie: Antoine Jully, Musik: Joby Talbot u. a.
10 Tänzer*innen, Bühnenmaße 10,90 x 11,50 m, 40 min

Die schönste aller Welten (2015)
Choreografie: Antoine Jully, Musik: Chopin
10 Tänzer*innen, Bühnenmaße 10,60 x 8,12 m, Dauer n. a.

Produktionen der Spielzeit 2014/2015

Der kleine Prinz (2015)
Choreografie: Antoine Jully, Musik: Joby Talbot u. a.
10 Tänzer*innen, Bühnenmaße 10,90 x 11,50 m, 40 min

Mosaik in der Nacht / Jurassic Trip (2015)
Choreografie: Antoine Jully, Musik: Hugues le Bars, Guillaume Connesson
10 Tänzer*innen, Bühnenmaße 16 x 10,40 m, Dauer n. a.

Die Schönste aller Welten (2015)
Choreografie: Antoine Jully, Musik: Chopin
10 Tänzer*innen, Bühnenmaße 10,60 x 8,12 m, Dauer n. a.

Deca - Deci / L‘Arlésienne (2014)
Choreografie: Antoine Jully, Musik: Andrei Eschpai, Georges Bizet
10 Tänzer*innen, Oldenburgisches Staatsorchester, Bühnenmaße 16 x 10,40 m, 90 min 

GESCHICHTE & BIOGRAFIE

MATERIALIEN

Antoine Jully

Antoine Jully wurde in Paris geboren und erhielt seine Ausbildung unter anderem am Conservatoire Marius Petipa, am Conservatoire National Superieur de Musique et de Danse de Paris und beim Junior Ballet. Er war Ensemblemitglied des Ballets de l'Opéra National de Paris, des Royal Ballets London und beim Ballet d’Europe. 2005 kam Antoine Jully zum ballettmainz, wo seine langjährige Zusammenarbeit mit Martin Schläpfer begann. 2009 folgte er Martin Schläpfer an das Ballett am Rhein Düsseldorf Duisburg, bei dem er bis 2014 engagiert und in zahlreichen prominenten Solopartien zu sehen war. Antoine Jully tanzte in Werken u.a. von Twyla Tharp, Ashley Page, Hans van Manen, Paul Lightfoot, Mats Ek, Regina van Berkel und Martin Schläpfer. Bereits seit 2000 erarbeitet Antoine Jully eigene Choreografien: u.a. ‚Cercle de vie‘ (2003 am Ballett d’Europe) und für das Ballett am Rhein Düsseldorf Duisburg: ‚Inside‘ (2012) ‚Rebound-Topple-Splash‘ (2013) und ‚Hidden Features‘ (2014). Seit der Spielzeit 2014/15 ist Antoine Jully Chefchoreograf und seit 2017/18 auch Ballettdirektor der BallettCompagnie Oldenburg am Oldenburgischen Staatstheater. Für seine Werke kreiert er nicht nur die Choreografien und ihre Dramaturgie, sondern entwirft häufig auch das Bühnenbild und die Kostüme; zuweilen komponiert und arrangiert er sogar die Musik. Er choreografierte 2014/15 die Ballettabende ‚Deca-Deci/ L’Arlésienne‘, ‚Die schönste aller Welten‘ – mit den Kreationen ‚Favorite Worlds‘ und ‚Ein Blick – Ein Fenster‘, ‚Mosaik in der Nacht/Jurassic Trip' und ‚Der Kleine Prinz'. Die Uraufführungen ‚Artikulation‘, ‚Generation Y‘ und ‚City Moves‘ sowie die Neueinstudierung von ‚Dumbarton Oaks‘ folgten in der Spielzeit 2015/16. Für die Spielzeit 2016/17 kreierte er ‚4 Seasons‘ in Zusammenarbeit mit dem Opernchor des Oldenburgischen Staatstheaters, ‚Concertante‘, ‚Begegnen ohne sich zu sehen‘ und ‚Men and Women‘. In der Spielzeit 2017/18 wurden bereits ‚Is this it?‘ und ‚Harmonic Language‘ uraufgeführt, zwei weitere Kreationen werden folgen. Im Rahmen der theaterpädagogischen Arbeit des Oldenburgischen Staattheaters choreografierte er ‚One‘ (2016) für den Tanzclub für Jugendliche, in dieser Spielzeit entsteht im Mehrgenerationen Tanzclub ‚Dance through Generations‘. Das Jahrbuch der Zeitschrift tanz zeichnete ihn zweifach aus: In der Kategorie „Die hoffentlich die Zukunft bewegen“ (2012) und als „Hoffnungsträger“ (2013). Im Jahrbuch tanz für 2015/16 wurde er als einer der Choreografen der neuen Generation benannt.

 

 

Links zu den Trailern der Produktionen 2017/2018

Drei Generationen

Men and Women

SCHLÄPFER/JULLY

IMAGO SUITE/4 SEASONS