Tanztheater Wuppertal Pina Bausch

 

 

„Das ist das Wunderbare am Tanz: dass der Körper eine Realität ist, ohne den nichts möglich ist, aber über den man sich auch hinwegsetzen muss.“

Pina Bausch

 

 

“…como el musguito en la piedra, ay si, si, si …” / © Bo Lahola“…como el musguito en la piedra, ay si, si, si …” / © Zerrin Aydin-HerweghWiesenland / © Jochen ViehoffBlaubart / © Ulli Weiss, Pina Bausch FoundationDie sieben Todsünden / © Bettina StößVollmond / © Milan Nowoitnick KampferVollmond / © Klaus DilgerSeit sie / © Julian MommertNelken / © Jochen ViehoffPalermo Palermo / © Evangelos RodoulisPalermo Palermo / © Evangelos Rodoulis

PORTRÄT

PRODUKTIONEN

34 Tänzerinnen und Tänzer – ganz unterschiedliche Persönlichkeiten aus verschiedenen Kulturen und Tänzergenerationen – prägen das international besetzte Ensemble. Sie kommen aus Australien, Brasilien, Frankreich, Griechenland, Großbritannien, Indonesien, Italien, Japan, Österreich, Russland, Spanien, Südkorea, den USA, Taiwan und Deutschland.

Insgesamt 44 Stücke schuf Pina Bausch bis zu ihrem Tod 2009, ein Großteil davon zählt zum Repertoire des Tanztheater Wuppertal. Mit seinen unzähligen Gastspielreisen und Tourneen auf verschiedenen Kontinenten gilt das Ensemble als wichtiger Kulturbotschafter für das Tanzland Nordrhein-Westfalen uns weit darüber hinaus.

Programm September 2019 bis Juni 2020 www.pina-bausch.de

 

Gründerin Pina Bausch 

Intendantin Bettina Wagner Bergelt

Geschäftsführer Roger Christmann

Produktionen der Spielzeit 2019/2020
„...como el musguito en la piedra, ay si, si, si...“
Ein Stück von Pina Bausch 
2h35 inkl. eine Pause

 

„Wiesenland“

Ein Stück von Pina Bausch

2h25 inkl. eine Pause


Blaubart. Beim Anhören einer Tonbandaufnahme von Béla Bartóks Oper „Herzogs Blaubarts Burg“

Ein Stück von Pina Bausch

1 h 50, keine Pause

 

Die sieben Todsünden

Tanzabend von Pina Bausch

2h25, inkl. eine Pause


Begegnungen/Encounters

Mit Kreationen von Sidi Larbi Cherkaoui, Richard Siegal, Monika Gintersdorfer/Knut Klaßen, Helena Waldmann und Rainer Behr

Dauer tbc

 

Vollmond

Ein Stück von Pina Bausch

2h20 inkl. eine Pause

 

Seit sie
Choreografie: Dimitris Papaioannou, in Koproduktion mit Théâtre de la Ville / La Villette, Paris; Sadler’s Wells, London; Holland Festival, Amsterdam; Onassis Cultural Centre-Athens, Athen 

1h, keine Pause

 

Nelken (1982)
Ein Stück von Pina Bausch
1h50 keine Pause

 

Palermo Palermo

Ein Stück von Pina Bausch 2 h 35

 

Produktionen der Spielzeit 2018/2019
Arien
Ein Stück von Pina Bausch
125 min

Palermo Palermo
Ein Stück von Pina Bausch
2 h 35

 

Er nimmt sie an der Hand und führt sie in das Schloß, die anderen folgen

Ein Stück von Pina Bausch
3h

 

Vollmond (2006)

Choreografie: Pina Bausch

140 min (inkl. Pause)

 

Masurca Fogo (1998)

Choreografie: Pina Bausch
150 min

 

Café Müller (1978) / Das Frühlingsopfer (1975)

Choreografie: Pina Bausch; Musik: Henry Purcell; Sinfonieorchester Wuppertal unter der Leitung von Henrik Schaefer; Sopran Marie Heeschen, Bass Lukas Jakobski; 105 min. (inkl. Pause)

 

Nefés (2003)

Choreografie: Pina Bausch
170 min (inkl. Pause)

 

Neues Stück I -Seit sie

Choreografie: Dimitris Papaioannou, in Koproduktion mit Théâtre de la Ville / La Villette, Paris; Sadler’s Wells, London; Holland Festival, Amsterdam; Onassis Cultural Centre-Athens, Athen

 

1980 (1980)

Choregrafie: Pina Bausch, Musik: John Dowland Comedian Harmonists Benny Goodman Francis Lai Edward Elgar Johannes Brahms Claude Debussy Ludwig van Beethoven John Wilson u. a, Dauer: 210 min, (inkl. Pause)

 

Neues Stück II - eine Kreation von Alan Lucien Øyen

Choregrafie: Alan Lucien Øyen, in Koproduktion mit Théâtre de la Ville-Paris / Chaillot-Théâtre national de la Danse, Paris; Sadler’s Wells, Londo; Norwegian National Ballet, Osl, 210 min. (inkl. Pause)

 

Produktionen der Spielzeit 2016/2017

Nefés (2003)

Choreografie: Pina Bausch
170 min (inkl. Pause)

 

Palermo Palermo (1989)

Choreografie: Pina Bausch
155 min (inkl. Pause)

 

Vollmond (2006)

Choreografie: Pina Bausch
140 min (inkl. Pause)

 

Viktor (1986)

Choreografie: Pina Bausch
195 min (inkl. Pause)

 

Masurca Fogo (1998)

Choreografie: Pina Bausch
150 min

 

Café Müller (1978) / Das Frühlingsopfer (1975)

Choreografie: Pina Bausch
105 min (inkl. Pause)

 

Nelken (1982)

Choreografie: Pina Bausch
110 min (keine Pause)

 

´Sweet Mambo` (2008)

Choreografie: Pina Bausch
130 min (inkl. Pause)

 

Arien (1979)

Choreografie: Pina Bausch
125 min (keine Pause)

 

Ten Chi (2004)

Choreografie: Pina Bausch
170 min (inkl. Pause)
Produktionen der Spielzeit 2014/2015

 

...como el musguito en la piedra, ay si, si, si ... (2009)

Choreografie: Pina Bausch
140 min

 

´Sweet Mambo`(2008)

Choreografie: Pina Bausch
110 min

 

Vollmond (2006)

Choreografie: Pina Bausch
120 min

 

Für die Kinder von gestern, heute und morgen (2002)

Choreografie: Pina Bausch
150 min

 

Masurca Fogo (1998)

Choreografie: Pina Bausch
130 min

 

Danzón (1995)

Choreografie: Pina Bausch
105 min

 

Palermo Palermo (1989)

Choreografie: Pina Bausch
135 min

 

Ahnen (1987)

Choreografie: Pina Bausch
155 min

 

Kontakthof (1987)

Choreografie: Pina Bausch
150 min

 

Two Cigarettes in the Dark (1985)

Choreografie: Pina Bausch
160 min

 

Auf dem Gebirge hat man ein Geschrei gehört (1984)

Choreografie: Pina Bausch
Senioren-Blasorchester, 120 min

 

Nelken (1982)

Choreografie: Pina Bausch
110 min

GESCHICHTE & BIOGRAFIE

MATERIALIEN

Geschichte

Tanztheater Wuppertal Pina Bausch

 

Pina Bausch hat Tanzgeschichte geschrieben. Sie begründete nicht nur die weltbekannte Compagnie in Wuppertal, sondern prägte ein ganzes Genre, das Tanztheater - und beeinflusste damit Künstler*innen, Choreografen*innen und Regisseur*innen in aller Welt, die sich auf sie und ihr Werk beziehen. Dafür erhielt die Choreografin viele Preise, den Deutschen Tanzpreis etwa, den Goldenen Löwen von Venedig und den Kyoto-Preis. Als Pina Bausch (1940-2009) 1973 nach Wuppertal kam, ahnte noch niemand, dass sie hier den modernen Tanz erneuern würde. Die junge Tänzerin und Choreografin übernahm die Ballettsparte und benannte sie um in „Tanztheater“. Denn das war ihr Ziel: Tanz und Theater miteinander zu verbinden.

 

Pina Bausch bereicherte den Tanz. Sie fügte Sprache, Schauspiel, Gesang und später Einflüsse aus der Kunst der ganzen Welt hinzu. Dadurch entwickelte sie eine neue Tanzsprache, die sie als Kulturbotschafterin in unzählige Länder trug und die überall verstanden wurde, da sie zeitlos ist und durchdrungen von einer tiefen Humanität. 46 Stücke hat Pina Bausch kreiert. Und auch mehrere Jahrzehnte nach ihrer Entstehung berühren sie, wühlen auf, treffen einen Nerv. Ein Großteil der Werke zählt zehn Jahre nach dem Tod der Gründerin zum Repertoire der Compagnie, die das Erbe pflegt und es mit großer Leidenschaft, Sorgfalt und Elan für kommende Generationen erhält.

 

Ihre Stücke erzählen häufig von ganz Alltäglichem. Der Mensch steht stets im Mittelpunkt, mit all seinen Hoffnungen, Zweifeln und Ängsten. Über Fragen an die Tänzer*innen näherte sich Pina Bausch ihren Themen. Wie Menschen Sprachlosigkeit, Ausbeutung, Erniedrigung und Abhängigkeit erleben, erzählte Pina Bausch häufig in Szenen komplexer Zweisamkeit von Mann und Frau.

 

Mit „Viktor“ (1986) begann die Zeit der Koproduktionen. Bis zu ihrem Tod arbeitete die Choreografin häufig mit Theatern und Institutionen in Frankreich, Italien, Spanien, Portugal, Türkei, Indien, USA, Argentinien, Hongkong, Japan und Korea zusammen und ließ sich von den fremden Ländern und Kulturen inspirieren.

 

Bei Pina Bausch standen jedoch die Tänzer*innen im Mittelpunkt: Jeder bringt seine Persönlichkeit ein. Die derzeit 34 Tänzer*innen stammen aus 17 Ländern. Drei Generationen erarbeiten gemeinsam die Stücke; die Älteren übergeben ihre Rollen an Jüngere, teilen die Erfahrung, die sich teilweise über Jahrzehnte in ihre Körper eingeschrieben hat. Stücke anderer Choreografen, wie zuletzt 2018 Alan Lucien Øyen und Dimitris Papaioannou und in Zukunft von Sidi Larbi Cherkaoui, Richard Siegal, Helena Waldmann, Monika Gintersdorfer und Rainer Behr ergänzen das Repertoire und setzen sich mit dem Erbe Pina Bauschs auseinander.

 

Biografie Bettina Wagner-Bergelt

Intendantin des Tanztheater Wuppertal seit Januar 2019 -  setzt verstärkt den Fokus auf das Erbe von Pina Bausch, sowohl bezüglich der Entwicklung neuer Formate als auch im Hinblick auf partizipative Vermittlungsprojekte. Zusammen mit den Tänzer*innen, einem erfahrenen Team und externen Partnern der internationalen Tanzszene wird das Tanztheater das Werk Pina Bauschs lebendig halten und in enger Abstimmung mit der Pina Bausch Foundation neuen Generationen von Tänzer*innen und Zuschauer*innen den Zugang zu den Stücken vermitteln.