Tanzcompagnie der Landesbühnen Sachsen

 

 

„Tanztheater. Alte Geschichten neu interpretieren, spartenübergreifend: Die Erforschung von Multimedialität im Tanz, die Verbindung von Körpersprache, Musik, Text, Bildender Kunst, Foto und Video stehen im Mittelpunkt meines Schaffens.“

Carlos Matos
 

 

 

Gräfin Cosel  / © Hagen KönigPrinzessinnen  / © Hagen KönigTango Piazzolla  / © Hagen KönigTanz Entdeckt?  / © Hagen KönigHamlet / © Hagen KönigMomo / © Hagen KönigSilent Movies / © Hagen König

PORTRÄT

PRODUKTIONEN

Eine neue Spielzeit unter dem Motto «Weltreisen» steht in den Startlöchern, und Reisen ist den jungen, agilen Mitgliedern unserer Tanzcompagnie bestens vertraut: Sechs Nationen sind in unserem kleinen Ensemble vertreten. Sie reisten aus ihrer Heimat nach Radebeul, um für Sie, liebes Publikum, zu tanzen. Sie haben ihre ganz eigenen Erfahrungen, Traditionen und Anschauungen im Gepäck, mit denen sie unser Leben und unsere Kultur durch ihren Tanz und ihr Hiersein bereichern.

Tanz verbindet. Er überwindet Sprachbarrieren und integriert. Eine Tanzaufführung ist wie eine Feier des Zusammenlebens, eine Möglichkeit zu geben und Raum und Zeit füreinander zu schaffen. Oft vergessen wir, dass das grundlegend Schöne an einer Aufführung vor allem die Zusammenkunft einer Gruppe von Menschen ist, die den gemeinsamen Augenblick teilen. Wir versammeln uns, um dem Ritual beizuwohnen, das uns mit der im selben Moment gemeinsam erlebten Gegenwart verbindet. Diese, unsere Gegenwart ist sowohl Start- als auch Zielpunkt aller für die kommende Spielzeit geplanten Projekte:
Mit «Gräfin Cosel» reisen wir in die Vergangenheit Sachsens – voll von Geschichten, die es wert sind, erzählt und gehört zu werden. Bei einem Besuch der Burg Stolpen war ich fasziniert von dieser: eine Frau, einst verehrt, verwöhnt und geliebt vom mächtigsten Mann ihrer Zeit – und dann für fast 50 Jahre eingesperrt! Ein besonderes Leben, besonders tragisch, und doch auch stellvertretend für viele: ein Leben zwischen Höhenflug und tiefem Fall, gelebt mit Ekstase, Verzicht, Klarheit, Verirrungen und ... mit Würde. Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft zu verknüpfen, ist das Anliegen unseres Stückes «Das Schwanensee-Märchen», welches Wencke Kriemer de Matos für das jüngste Publikum choreografieren wird. Ein Klassiker des traditionellen Balletts, ein Stoff aus der Vergangenheit also, bildet die Vorlage für eine zeitlose Geschichte über die Kraft der Liebe und den Mut zum Wandel, getanzt zur be- und verzaubernden Musik von Peter Iljitsch Tschaikowski. Und wir hoffen natürlich, dass die kleinen Theatergänger dadurch Lust bekommen werden, sich auch in der Zukunft vom Tanz bewegen und berühren zu lassen.
In die Zukunft blicken wir auch mit dem Tanzabend «Fly sein», für den die TänzerInnen wieder einmal die Perspektive wechseln und selbst in die Rolle von ChoreografInnen schlüpfen werden. Seien Sie gespannt auf das kreative Potential unserer jungen Compagnie und lassen Sie sich anstecken von ihrer Energie und ihren Visionen.
Und zu guter Letzt möchten wir Sie einladen zu einer weiteren Reise: Zum Entdecken der außergewöhnlichen und inspirierenden Musik von Maurice Ravel. Zwei Gastchoreografen werden sich gemeinsam mit mir und unserer Compagnie einem jeweils anderen musikalischen Werk dieses bedeutenden französischen Komponisten des 20. Jahrhunderts nähern. Seine Vielseitigkeit ist schlichtweg beeindruckend und geht weit über sein Meisterstück «Boléro», das an diesem Abend natürlich nicht fehlen wird, hinaus. Diese Reise wird hoffentlich für Sie auch durch das Entdecken unterschiedlicher choreografischer Handschriften spannend werden.
So verschieden die Wege und Stilrichtungen im Tanz auch sein können, eines reflektiert Tanz immer: die Bewegung des Lebens und das Bedürfnis, im Fluss zu sein. Alles begegnet sich auf natürliche Weise und der Tanz lässt sich nur in dem Raum nieder, in den er gehört – dem der sich ständig verändernden Gegenwart.
In diesem Sinne wünsche ich Ihnen, liebes Publikum, viel Tanz! Und viele Reisen! Denn wir reisen nicht nur an andere Orte, sondern vor allem in andere Verfassungen der eigenen Seele ...

Ihr Carlos Matos

Künstlerischer Leiter der Tanzcompagnie

 

 

Produktionen der Spielzeit 2018/2019

Premieren:

Romeo und Julia (2018)
Chorografie: Carlos Matos und Wencke Kriemer de Matos nach der Tragödie von William Shakespeare
Musik: Sergej Prokofjew
10 Tänzer*innen

COPPÉLIA - ANDROID Q1 (2019)
Choreografie: Wenke Kriemer der Matos und Holger Uwe Thews, Inszenierung : Sandra Maria Huimann
Musik:  Jörg Schittkowski

FREIE RADIKALE (2019)
Zweiteiliger Tanzabend, Chorografie: Wencke Kriemer de Matos und Fabio Liberti

Wiederaufnahmen:

BOLÉRO (2018)
Dreiteiliger Tanzabend, Choreografie: Igor Kirov, Michele Merola und Carlos Matos
Musik: Maurice Ravel
11 Tänzer*innen
 DAS SCHWANENSEE-MÄRCHEN (ab 5 Jahren)
Tanztheater von Wencke Kriemer de Matos mit Musik von Peter Iljitsch Tschaikowski (ab 5)
Choreografie und Inszenierung:  Wencke Kriemer der Matos
7 Tänzer*innen

FLY SEIN_RELOADED  (ab 13 Jahren) (2018)
Tanzabend Junger ChoreografInnen
Choreografie: Aurora Fradella, Anita Suzanne Gregory, Leonardo Germani, Adam Soyka, Zhiyelun “Alan” Qi
11 Tänzer*innen

GRÄFIN COSEL (2017)
Choreografie: Carlos Matos und Wencke Kriemer de Matos
Musik: Kompositionen von Antonio Vivaldi, Jan Dismas Zelenka, Johann Georg Pisendel, Giovanni Battista Pergolesi und Giovanni Paisiello bis hin zu Musik der Gegenwart
11 Tänzer*innen

 

Produktionen der Spielzeit 2017/2018
Tango Piazzolla (2017)
Choreografie Carlos Matos, Musik Astor Piazzolla
10 Tänzer*innen, Dauer 105 min

Prinzessinnen (2017)
Choreografie Wencke Kriemer de Matos, Musik Franz Schubert, Fläskkvartetten, Sidsel Endresen + Bugge Wesseltoft
1 Tänzer*in, Dauer 100 min
Tanz Entdeckt? (2002)
Choreografie Carlos Matos, Musik Querschnitt aus dem gesamten Tanzrepertoire
Tänzer*innen n.n., Dauer n.n.

Gräfin Cosel (2017)
Choreografie Carlos Matos und Wencke Kriemer de Matos, Musik Antonio Vivaldi, Giovanni Battista Pergolesi, Johann Georg Pisendel, …
10 Tänzer*innen

Fly Sein (2018)
Choreografie Tänzer*innen der Compagnie, Musik n.n.
10 Tänzer*innen

Das Schwanensee Märchen
Choregrafie Wencke Kriemer de Matos, Musik Peter Iljitsch Tschaikowski
5 Tänzer*innen

 

Produktionen der Spielzeit 2016/2017

Tango Piazzolla (2017)
Choreografie: Carlos Matos, Musik: Astor Piazzolla
alle Tänzer*innen der Compagnie

Prinzessinnen (2017)
Choreografie: Carlos Matos
alle Tänzer*innen der Compagnie

Wunderland (2016)
Choreografie: Wencke Kriemer de Matos, Henrik Kaalund
alle Tänzer*innen der Compagnie

Bach Magnificat – Marias Engel (2016)
Choreografie: Carlos Matos, Musik: Johann Sebastian Bach u. Carl Phillip Emanuel Bach
alle Tänzer*innen der Compagnie

Hamlet (2016)
Choreografie: Carlos Matos
alle Tänzer*innen der Compagnie

Silent Movies (2016)
Choreografie: Carlos Matos
alle Tänzer*innen der Compagnie

Momo (2015)
Choreografie: Wencke Kriemer de Matos
alle Tänzer*innen der Compagnie
Produktionen der Spielzeit 2015/2016

Hamlet (2016)
Choreografie: Carlos Matos
alle Tänzer*innen der Compagnie

Silent Movies (2016)
Choreografie: Carlos Matos
alle Tänzer*innen der Compagnie

Dido und Aenas (2015)
Choreografie: Carlos Matos, Musik: Henry Purcell
ca. 10 Tänzer*innen, 1 Sängerin, Orchester, Bühnenmaße 11 x 10 m, ca. 60 min

D.A.L.I - DIE ALLMACHT LÄRMENDER INTUITION (2015)
Choreografie: Carlos Matos, Massimo Gerardi, Musik: n. a.
ca. 10 Tänzer*innen, Bühnenmaße 11 x 6 m, ca. 90 min

Obsession (Besessenheit) (2015)
Choreografie: Tänzer*innen der Compagnie
alle Tänzer*innen der Compagnie

Momo (2015)
Choreografie: Wencke Kriemer de Matos
alle Tänzer*innen der Compagnie

GESCHICHTE & BIOGRAFIE

MATERIALIEN

Zur Geschichte des Ensembles

Seit 1961 gibt es regelmäßige Ballettabende in Radebeul wie 1972 die DDR-Erstaufführung der „Medusa“ von Gottfried von Einem. Prägend für das Ensemble waren u. a. von 1980 bis 1993 die Ballettmeisterin Eva Hennig und von 1997 bis 2013 Ballettdirektor Reiner Feistel mit eigenem Fan-Publikum: Jährlich choreo­grafierte er zwei Tanzabende für die Haupt- und Studiobühne. Auf Reisen war das Ensemble u. a. mit „Tanz und Orgel“ im Meißner Dom und in sächsischen Kirchen und wurde jahrelang mit seinen „Tänzerischen Serenaden“ im Dresdner Zwinger gefeiert. Bevor Feistel als Ballettdirektor nach Chemnitz (Deutschland) wechselte, wagte er mit den Tänzern den Sprung auf die Felsenbühne Rathen (Sommerspielstätte der LBS).  

Carlos Matos

Carlos Matos wurde in Portugal geboren. Nach seiner Karriere als Tänzer, die ihn nach Portugal, Luxemburg, die Schweiz und Deutschland führte, begann er seine Karriere als Choreograf. 1989 war er Preisträger beim Internationalen Choreografen-Wettbewerb in Hannover. Von 2002 bis 2007 war er Ballett­di­rek­tor am Stadttheater Hildesheim, wo unter seiner Leitung elf große Tanzabende bzw. Uraufführungen entstanden u. a. „Kassandra“, „Hamlet“, „Peer Gynt“, Mozarts „Requiem“ oder Bachs „Magnificat“. Ab 2007 war Matos als freier Choreograf tätig. Gemeinsam mit seiner Lebenspartnerin Wencke Kriemer de Matos gründete er die Tanzkompanie Oficina dos Sentidos (Werkstatt der Sinne). Seit Beginn der Spielzeit 2013/14 leitet Carlos Matos die Tanzcompagnie der Landesbühnen Sachsen.

Links zu Trailern der Produktionen 2017/2018

Tango Piazzolla

Links zu Trailern der Produktionen 2016/2017

Hamlet
Momo
Silent Movies

Links zu Trailern der Produktionen 2014/2015

Der Tod und das Mädchen
Visitenkarten