Hessisches Staatsballett

Left Right Left Right / © Jerome BruleyLiedgut / © Regina BrockeAm Anfang / © Regina Brocke

PORTRÄT

PRODUKTIONEN

Das 2014 gegründete Hessische Staatsballett ist das gemeinsame Tanzensemble des Staatstheaters Darmstadt sowie des Hessischen Staatstheaters Wiesbaden. Das 28-köpfige Ensemble unter der Leitung von Ballettdirektor und Chefchoreograf Tim Plegge produziert pro Jahr etwa 4 verschiedene Abende, die vor allem in den beiden Heimattheatern gezeigt werden, aber auch bei regelmäßigen nationalen und internationalen Gastspielreisen zu sehen sind. Tim Plegge choreografierte für das Ensemble die drei abendfüllenden Handlungsballette Aschenputtel, Kaspar Hauser, Sommernachtstraum sowie aktuell Eine Winterreise. Darüber hinaus werden Arbeiten von Gastchoreografen wie Edward Clug, Alexander Ekman, Itzik Galili, Marco Goecke, Crystal Pite, Damien Jalet, Marcos Morau, Wayne McGregor, Hofesh Shechter und Richard Siegal gezeigt. Neben dem Repertoire des Ensembles lädt Kurator Bruno Heynderickx regelmäßig nationale und internationale Companien für Gastspiele und Residenzaufenthalte ein und sorgt so für eine Anbindung auch der so genannten freien Szene an Staatstheaterstrukturen. Mit diesem in Deutschland einzigartigen Konzept ist das Hessische Staatsballett seit seinem Bestehen eine wichtige Größe in der Tanzlandschaft geworden, die nicht nur für technische und künstlerische Versiertheit des eigenen Ensembles steht, sondern auch für die aufregende und abwechslungsreiche kuratorische Gestaltung des Programms.

Produktionen der Spielzeit 2017/2018

Eine Winterreise (2017)
Choreografie Tim Plegge, Musik Hans Zender „Schuberts ‚Winterreise‘ – eine komponierte Interpretation für Tenor und kleines Orchester
28 Tänzer*innen und 1 Sänger, Dauer 130 min

Kreationen (2018)
Choreografie Alejandro Cerrudo, Jeroen Verbruggen, Musik n.n., Stefan Levin
28 Tänzer*innen, ca. zweimal 80 min

Code (2018)

Komposition Sivian Cohen Elias, Dramaturgie Carsten Jenß
Anzahl der Tänzer*innen n.n., Dauer 30 min

Ballettneukreationen (2018)

Choreografie Ramon John
14 Tänzer*innen, Dauer 30 min.

Fake (2018)

Choreografie Tim Plegge
14 Tänzer*innen, Dauer n.n.

Produktionen der Spielzeit 2014/2015

n. a. (Ballett für junges Publikum) (2015)
Choreografie: Marguerite Donlon
Anzahl der Tänzer/innen n. a., Dauer n. a. 

SPANNWEITEN (2015)
TWENTY EIGHT THOUSAND WAVES (2014)
Choreografie: Cayetano Soto, Musik: David Lang und Bryce Dessner
12 Tänzerinnen und Tänzer, 20 min

TEN DUETS ON A THEME OF RESCUE (2008)
Choreografie: Crystal Pite, Musik: Auszüge der Filmmusik zu Solaris von Cliff Martinez
5 Tänzer/innen, 15 min
n. a. (2015)
Choreografie: Václav Kuneš
4 Tänzer/innen, ca. 30 Min.

ASCHENPUTTEL (2015) 
Choreografie: Tim Plegge, Musik: Sergej Prokofjew, Jörg Gollasch
28 Tänzer/innen, ca. 120 min

AUFWIND (2014)
VOM ANFANG (2014)

Choreografie: Tim Plegge, Musik: R. Schumann, F. Schubert, György Kurtág und Lera Auerbach
12 Tänzer/innen, 32 min
LIEDGUT (2014)
Choreografie: Richard Siegal, Musik: AtomTM
10 Tänzer/innen, 29 min
LEFT RIGHT LEFT RIGHT (2012)
Choreografie: Alexander Ekman, Musik: Mikael Karlsson
22 Tänzer/innen, 26 min

GESCHICHTE & BIOGRAFIE

MATERIALIEN

Geschichte des Ensembles
Nach einem Aufbruch ins Ungewisse trugen das zur Spielzeit 2014/15 gegründete Hessische Staatsballett schon bald die Reaktionen eines begeisterteren Publikums in zukünftige Spielzeiten.
Unter dem Einfluss unterschiedlichster Choreografen und mit dem Mut und der Neugier, neue Wege zu beschreiten/ auf unbekannten Wegen voran zu schreiten, bietet das Ensemble aus 28 Tänzer*innen ein weiträumiges tänzerisches Spektrum.
Biografie Person

Tim Plegge wurde in Berlin geboren und – nach einem Austauschjahr an der École de Cirque de Bordeaux – in den Niederlanden und an der Ballettschule Hamburg Ballett John Neumeier zum Tänzer ausgebildet. Nach Engagements als Tänzer nahm er ein Choreografie Studium an der Hochschule für Schauspielkunst »Ernst Busch« in Berlin auf. Es folgten Assistenzen bei Helena Waldmann und Christian Spuck. Von 2006 an entstanden Arbeiten für das Ballett Kiel, das Badische Staatsballett Karlsruhe und das Staatsballett Berlin, von denen das 2012 in Karlsruhe uraufgeführte Ballett Momo besondere Beachtung erfuhr, ebenso das mit dem Maler Norbert Bisky geschaffene
und im Berliner Club Berghain aufgeführte Stück They. Letzteres steht beispielhaft für Plegges Interesse, unterschiedliche Kunstformen über das Medium Tanz in einen kreativen Dialog zu bringen. In diesem Zusammenhang ist sowohl sein Debüt als Opernregisseur mit Igor Strawinskys Die Nachtigall als auch das mit der Medienkünstlerin Elke Reinhuber erarbeitete Tanzstück Orpheus zu sehen – beide im Badischen Staatstheater Karlsruhe. Plegge wurde im Jahrbuch 2013 der Zeitschrift tanz unter den Hoffnungsträgern der Tanzkünstler geführt, »die hoffentlich die Zukunft bewegen«. 2014/2015 wurde Tim Plegge zum Ballettdirektor und Chefchoreografen des Hessischen Staatsballetts berufen. Hier schuf er seitdem sowohl kürzere Stücke, Vom Anfang und Tabula rasa, als auch die Handlungsballette Aschenputtel, Kaspar Hauser, Sommernachtstraum und nun Eine Winterreise. Darüberhinaus bildet die Öffnung des Hessischen Staatsballetts z. B. mit dem Format Antanzen oder sein Projekt Odyssee_21 einen wichtigen Teil seiner Arbeit.

Links zu Trailern der Produktionen 2017/18 und Gastspiele

Eine Winterreise

Mud Gallery

Gute Pässe Schlechte Pässe

Sale

Meeting

https://vimeo.com/230605667Urban Soul Café

Two, Seul

 

Links zu den Trailern der Produktionen 2014/2015

Aufwind