BUNDESJUGENDBALLETT Hamburg

»Mit einem eigenen Repertoire, das Gefühl, Bewusstsein und Ideen der jungen Generation kreativ spiegelt, scheint mir das Bundesjugendballett ideal für die Vermittlung zwischen Jugendkultur, Hochkultur und Bevölkerung. Und es hat einen wichtigen sozialen Aspekt, der eine positive Wirkung nach außen bringen wird«

John Neumeier

Bundesjugendballett / © Silvano BalloneBundesjugendballett trifft Shakespeare / © Silvano BalloneBundesjungedballett St. Petri Kirche / © Silvano Ballonedoppel::punkt - Bundesjugendballett und The Young ClassX / © Silvano BalloneEin kleiner Prinz / © Melanie CousonIm Aufschwung / © Silvano BalloneMakrokosmos / © Silvano BalloneVerklärte Nacht / © Silvano BalloneSimple Gifts / © Silvano Ballone

PORTRÄT

PRODUKTIONEN

Das Bundesjugendballett wurde im 2011 von John Neumeier gegründet, besteht aus acht internationalen Tanztalenten mit abgeschlossener Berufsausbildung im Alter von 18 bis 23 Jahren und ist am Ballettzentrum Hamburg John Neumeier beheimatet. Jedes Ensemblemitglied gehört der Compagnie für maximal zwei Jahre an.

Ziel ist es, das Ballett an neue, ungewöhnliche Orte zu bringen und vor allem junges Publikum zu begeistern. Hierfür erfindet das kleine Ensemble ohne feste Spielstätte den Tanz stetig neu – an ungewöhnlichen Orten. Deutschlandweit und im Ausland macht das Bundesjugendballett den Tanz zu einem öffentlichen und sozialen Erlebnis, ob in Theatern, auf Festivals, in Schulen, in Seniorenresidenzen, im Schwimmbad, im Club oder sogar im Gefängnis.

Tanz und Musik sind bei den Auftritten der jungen Compagnie mit ihren Partner*innen gleichwertige Künste. Workshops in Schulen tragen dazu bei, junge Zuschauer*innen für die Kunstform Tanz zu begeistern. Mit Auftritten in sozialen Einrichtungen tanzt das Bundesjugendballett auch für Menschen, die nicht in die Oper oder ins Theater kommen können.

Die Compagnie ehrt die Vergangenheit mit der Einstudierung von Werken der Ballettgeschichte, erlebt die Gegenwart in der Arbeit mit zeitgenössischen Choreograf*innen unterschiedlichen Alters und Stils und investiert in die Zukunft durch eigene Kreationen und die Förderung junger Choreografie-Talente. Die klassisch-akademische Technik bleibt dabei immer die Basis der täglichen Arbeit.

Tourfähige Produktionen:

 

„Ein kleiner Prinz (Premiere 2016, Wiederaufnahme 2020)
Choreografie: Kevin Haigen, Yuka Oishi, Pascal Schmidt, Ausschnitte aus Choreografien von John Neumeier, Zhang Disha, Natalia Horecna

Musik: Maurice Ravel, Bryce Dessner, Edward Elgar, Leos Janácek, Anton Webern, Max Reger, Jean Francaix, Wolfgang Erich Korngold, Kellen McDaniel, Marain Marais
Dauer: ca. 70 Minuten

 

„Bundesjugendballett trifft Shakespeare“ (Premiere Mai 2019, Wiederaufnahme September 2020)
Konzept und Regie: Kevin Haigen

Choreografie: John Neumeier, Dustin Klein, Edvin Revazov, Joseph Toonga, Christopher Tudor, Ricardo Urbina Reyes, Raymond Hilbert, Bundesjugendballett

Musik: Antonio Vivaldi, Philip Glass, W.A. Mozart, John Dowland, Jaakko Mäntyjärvi, Rebecca Clarke, Pētēris Vasks, ALIEN WOW

Dauer: ca. 2 Stunden

Vorstellungsreihen:

 

„doppel::punkt“
Clubreihe von Bundesjugendballett und The Young ClassX

 

„Im Aufschwung“
Reihe des Bundesjugendballett im Ernst Deutsch Theater

 

Vorstellungen in Seniorenresidenzen, Theatern, Schwimmbädern
Workshops mit Schulen sowie inklusiven und integrativen Institutionen
Kooperationen mit Musikensembles und Festivals

 

Ausgewählte Repertoirestücke der Spielzeit 2019/2020:

 

„EIN-KLANG"
Choreografie: Raymond Hilbert
Musik: Antonin Dvorak, Notturno op. 40 und Streichquartett No. 12 op. 96 – II. Lento
Premiere: 2019 (Otterndorf Sole-Therme)

 

„Étude sur Pointe“

Choreografie: Lynne Charles

Musik: Marshall McDaniel

 

 „Arked Etudes“

Choreografie: Kevin Haigen

Musik: Andersons Alden, ARK – II. Expansive und III. Locked Groove

Premiere: 2019 (Berlin)

 

 „opus 67“

Choreografie: Raymond Hilbert

Musik: Dmitri Schostakowitsch, Klaviertrio e-Moll, op. 67

Premiere: 2019 (Berlin)

 

„wer ko der ko"
Choreografie: Dustin Klein
Musik: Waidlerbluad / Die Hohenschwangauer / Berg Buam
Premiere: 2017 (Stuttgart Schauspielhaus), Bundesjugendballett 2019 (Otterndorf Sole-Therme)

 

„Benedick“

Choreografie: Dustin Klein

Musik: Alien Wow, Benedick – Mucho Ado About Nothing

Premiere: 2019 (Hamburg, in „Bundesjugendballett trifft Shakespeare“)

 

„Von 55 Engeln behütet“

Choreografie: Raymond Hilbert

Musik: Peteris Vasks, Streichquartett Mr. 3 – I. Moderato

Premiere: 2019 (Lettland)

 

„Balthasar“

Inspiriert durch die Choreografie Rap auf Ballett mit Häftlingen der JVA Rottenburg

Choreografie: Bundesjugendballett / Raymond Hilbert

Musik: Alien Wow, Balthasar – Much Ado About Nothing

Premiere: 2019 (Nordholz. Rap auf Ballett: Rottenburg 2012)

 

„Finding Light“

Choreografie: Edwaard Liang

Musik: Antonio Vivaldi, Konzert für Violine ‚In Due Cori‘ in B-Dur (RV 583) – II. Andante

Premiere: Bundesjugendballett 2018 (Solingen) / 2013 (Peking)

 

„Glory (Ehre)“

Choreografie: Edwaard Liang

Musik: Georges Bizet, L‘Arlésienne

Premiere: 2018 (Solingen)

 

„the little match girl passion“

Choreografie: Demis Volpi

Musik: David Lang

Premiere: 2018 (Esslingen)

 

„Dumbarton Oaks“

Choreografie: Bundesjugendballett

Musik: Igor Strawinsky, Konzert in Es-Dur „Dumbarton Oaks“

Premiere: 2017 (Solingen)

 

„BJB Songbook – What We Call Growing Up“

Choreografien: Ricardo Urbina Reyes, Kristian Lever, Marc Jubete, Sasha Riva, Sara Ezzell, Raymond Hilbert, Greg Blackmon, Yuka Oishi, Bundesjugendballett

Musik: Ben Harper, Imogen Heep, Bob Dylan / Carol King, Sixto Rodriguez, Joni Mitchell, Karla Bonoff, Sigur Ros, Leonhard Cohen, Tracy Chapman

Premiere: 2017 (Hamburg)

 

„Totilas – Der Ritt“

Choreografie: Paul Hess

Musik: TV-Mitschnitt mit Musik von Paul van Dyk und einem Kommentar von Carsten Sostmeier

Premiere: Bundesjugendballett 2016 (Leverkusen) / 2014 (Essen)

 

„Mahl3“ aus „Infinite Identities“

Choreografie: Wubkje Kuindersma

Musik: Gustav Mahler, Klavierquartettsatz a-Moll

Premiere: 2015 (Heidelberg)

 

„Witches Rhymes“ aus „Infinite Identities“

Choreografie: Joseph Toonga

Musik: Philip Glass, Knee Play 1

Premiere: 2015 (Heidelberg)

 

„Petrushka-Variations"
Choreografie: John Neumeier
Musik: Igor Stravinsky, Petrushka – Tableau I-III

Premiere: 1976 Schwetzingen

„In the Blue Garden“ (aus „The Loss of Innocence“)

Choreografie: John Neumeier

Musik: Maurice Ravel, Ma Mère l´Oye

Premiere: Bundesjugendballett, 2014 (Heidelberg) / Hamburg Ballett, 1994 (Hamburg)

 

„Simple Gifts“ (I-V. Satz)

Choreografie: John Neumeier

Musik: Aaron Copland, Old American Songs
Premiere: 2013 (Heidelberg)

 

„Beethovens Streichquartett in B-Dur op.130 (Work in Progress)“

Choreografie: John Neumeier
Musik: Ludwig van Beethoven, Streichquartett in B-Dur op. 130
Premiere: 2012 (Berlin)

„Muted“

Choreografie: Sasha Riva
Musik: Peteris Vasks, Klavierquartett
Premiere: 2012 (Esslingen)

„Dressed Up in Tissue Paper“

Choreografie: Natalia Horecna

Musik: Ryoji Ikeda „Into the tranquility“, „Radiorange“, Terry Riley „Requiem for Adam – II. Cortejo Fúnebre en el Monte Diablo“, „Salome Dances For Peace - IV. The Ecstasy: Processional“, „Salome Dances For Peace - II. Conquest of the War Demons: Combat Dance“, „Remember this“, John Cage „The Perilous Night – II.“, Jacky Walker „Jaberwocky“, Luc Martinez „Ascención Final Chord Rising“, Anonymous „A door is ajar“

Premiere: 2012 (Hamburg)

 

„Hide and Seek“

Choreografie: Marc Jubete

Musik: Imogen Heap „Hide and Seek“

Premiere: 2012 (Hamburg)

 

„John´s Dream“

Choreografie: Auszüge aus verschiedenen Choreografien von John Neumeier, Bundesjugendballett, Maša Kolar, Sasha Riva

Musik: Leonard Cohen „Halleluja“, Ludwig van Beethoven „Streichquartett Nr.13 D-Dur op. 130“, Carlos Gardel „Melodía de arrabal“, Josh Groban „Thankful“, Beatbox-Impro

 

„Hamlets Abschied“ aus „Hamlet“

Choreografie: John Neumeier

Musik: Michael Tippet, Divertimento on Sellinger’s Round I. Allegro und II. Andante espressivo

Premiere: 1997 (Hamburg Ballett, Hamburg)

GESCHICHTE & BIOGRAFIE

MATERIALIEN

Mit John Neumeier steht dem Bundesjugendballett einer der weltweit erfolgreichsten Choreografen als Intendant vor, der mit den Tänzer*innen arbeitet und kreiert. Kevin Haigen ist als Künstlerischer und Pädagogischer Leiter unter anderem für das tägliche Training und die umfassende künstlerische Erziehung der Tänzer*innen verantwortlich. Raymond Hilbert steht ihm dabei assistierend zur Seite.


John Neumeier ist seit 1973 Direktor und Chefchoreograf des Hamburg Ballett, seit 1996 zudem Ballettintendant und seit 2005 einer der Geschäftsführer der Hamburgischen Staatsoper. Den ersten Ballettunterricht erhielt er in seiner Heimatstadt Milwaukee/Wisconsin (USA), in Kopenhagen (Dänemark) und an der Royal Ballet School London (Großbritannien). 1963 wurde er als Tänzer am Stuttgarter Ballett engagiert, 1969 ging er als Ballettdirektor nach Frankfurt. John Neumeier erhielt viele Auszeichnungen und seine Choreografien befinden sich im Repertoire zahlreicher renommierter Ballettcompagnien weltweit – sein Œuvre umfasst über 150 Ballette verschiedener Gattungen. 1978 gründete John Neumeier die Ballettschule des Hamburg Ballett. 2006 errichtete er die „Stiftung John Neumeier“ und gründete 2011 das Bundesjugendballett, dem er als Intendant vorsteht.

 

Kevin Haigen, geboren in Miami, absolvierte seine Ausbildung an der Schule des American Ballet. Nach Engagements beim American Ballet Theatre und dem Stuttgarter Ballett kam er 1976 zum Hamburg Ballett, um mit John Neumeier zu arbeiten. Ab 1984 tanzte er beim Nederlands Dans Theater, 1985 ging er als Erster Solist, Ballettmeister, Lehrer und Choreograf zu den Ballets de Monte Carlo, 1986 zum London Festival Ballet, 1988 zum Béjart Ballet Lausanne und kehrte 1991 zurück nach Hamburg. Als Erster Ballettmeister des Hamburg Ballett und Ballettpädagoge der angegliederten Schule unterrichtet er international und betreut weltweit Einstudierungen von John Neumeiers Balletten. Seit 2011 ist er zusätzlich Künstlerischer und Pädagogischer Leiter des Bundesjugendballett. Am meisten inspiriert ihn jedoch die derzeitige Entwicklung seiner Arbeit: Kreative Denker und Macher zu unterrichten und zu vermitteln, dass die Kunst des Balletts eine Reise ist, die niemals endet.