Tanzensemble des Staatstheaters Kassel

 

 

„Die Motivation zu meiner Arbeit liegt in der Faszination der Widersprüche unserer Welt und ist geprägt vom Austausch mit unterschiedlichen Künstler*innen. Auf dieser Basis und im Dialog mit den Tänzer*innen erarbeite ich unsere Stücke.“

Johannes Wieland

 

 

fin de siècle / © N. Klingerfin de siècle / © N. Klingeranarchy of the body / © N. Klingerares / © N. Klingerares / © N. Klingermarianengraben / © N. KlingerErzengel / © N. KlingerEmoji / © N. Klinger

PORTRÄT

PRODUKTIONEN

Das Tanzensemble unter der Direktion von Johannes Wieland hat es sich zur Aufgabe gemacht, sich als Kunstsparte immer wieder neu zu erfinden, um neue Wege der Präsentation und Produktion zu finden. Das physisch sowie intellektuell Mögliche soll gewagt werden, um relevante Fragen an die Gesellschaft und an das menschliche Sein zu verhandeln. Die Tanztheaterkompanie des Staatstheaters Kassel setzt sich aus neun festen Tänzerpositionen und immer wieder zahlreichen internationalen Gästen zusammen. Tanzdirektor Johannes Wieland arbeitet zusammen in einem Team mit der Tanzdramaturgin und Produktionsleiterin Lauren Rae Mace (z.Z. in Mutterschutz und in der Spielzeit 2019/2020 vertreten durch Thomaspeter Goergen) und dem Proben- und Trainingsleiter Victor Rottier. Tanztheaterpädagogin Agnetha Jaunich betreut Tanzclubs sowie Schulkooperationen und Tanz-Workshops für Laien. Ein besonderes Anliegen der Sparte ist es, sich für das Publikum zu öffnen und einen Blick in den Entstehungsprozess zu vermitteln.

Produktionen der Spielzeit 2019/2020

fin de siècle – Ein Doppelabend mit MEDUSA IN CATHEDRAL von Lenka Vagnerová und CATHEDRAL OF ATOMS von Johannes Wieland

UA am 2. November 2019

Choreographie Lenka Vagnerová und Johannes Wieland

Komposition MEDUSA IN CATHEDRAL: Andrej Jurkovič, Sounddesign: Donato Deliano

10 Tänzer*innen

Bühnenmaße Schauspielbühne 10 x 10 m

Dauer 2 Stunden 10 min, inklusive einer etwa 30 min Pause

 

die entfaltung

UA am 21. März 2020

Choreographie Johannes Wieland

Sounddesign Donato Deliano

14 Tänzer*innen

Bühnenmaße Opernbühne 15 x 18 m

Dauer des Stücks noch nicht bekannt

 

Choreographische Werkstatt

UA am 27. Juni 2020

Choreographie – Tänzer*innen des Staatstheater Kassels

Weitere Angaben stehen zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht fest.

 

Produktionen der Spielzeit 2017/2018

marianengraben
Choreografie: Johannes Wieland

you will be removed
Choreografie: Johannes Wieland

EMOJI    

 

IKIMONO    
Choreografie: Annamari Keskinen  

 

I SHARE THEREFORE I AM    
Choreografie: Evangelos Poulinas

erzengel    

 

AFTER LETHE    

Choreografie: Maxine Doyle   

 

EREIGNISHORIZONT    
Choreografie: Johannes Wieland

Produktionen der Spielzeiten 2014/2015 und 2013/2014
Choreografische Werkstatt 2015
Von und mit Mitgliedern des Tanztheaterensembles

 

Aurora (2015)
Choreografie: Johannes Wieland, Musik: Dornröschen von Peter Tschaikowsky mit dem Staatsorchester Kassel, Musikalische Leitung: Yoel Gamzou

 

DOG | science! fiction! now! (2014)
Choreografie DOG: Hofesh Shechter
Choreografie science! fiction! now!: Johannes Wieland

 

Choreografische Werkstatt (2014)
Von und mit Mitgliedern des Tanztheaterensembles

 

100000 superstars (2014)
Choreografien: Styliani Zannou, Helge Letonja, Johnnes Wieland

 

ich bin du (2013)
Choreografie: Johannes Wieland

GESCHICHTE & BIOGRAFIE

MATERIALIEN

Zur Geschichte des Ensembles

Die Ballett- und Tanztradition in Kassel reicht zurück bis tief ins 18. Jahrhundert. Nach der Eröffnung eines neuen Staatstheater-Gebäudes am Friedrichsplatz 1959 sorgten in den 1960er Jahren zunächst Robert Mayer und dann insbesondere sein Nachfolger André Doutreval als Ballettmeister dafür, dass die Sparte innerhalb des Hauses mehr Gewicht bekam und ausverkaufte Vorstellungen sicherte. Ihnen folgten 1999 bis 2001 Hennig Paar, ab 2001 Ana Mondini und 2004/05 Kou-Chu Wu. Seit der Spielzeit 2006/07 ist Johannes Wieland Tanzdirektor am Staatstheater Kassel. Unter seiner Direktion hat sich das Ensemble mit zahlreichen Uraufführungen ein breites Repertoire des Zeitgenössischen Tanztheaters erarbeitet und durch die Zusammenarbeit mit internationalen Gastchoreograf*innen eine Vielfalt an choreografischen Handschriften angeeignet.

Johannes Wieland

Johannes Wieland ist ehemaliger Solist des Béjart Ballet Lausanne (Frankreich) und der Berliner Staatsoper. 2002 gründete er in New York (USA) seine eigene Kompanie johannes wieland. Das Dance Magazine führte ihn im Januar 2003 unter den 25 erfolgversprechendsten Tänzer*innen/Choreograf*innen des Jahres auf. Sein Duett „shift“ erhielt 2004 den Essener Kurt-Jooss-Förderpreis. Im selben Jahr gehörte er auch zu den Siegern des internationalen Choreografie-Wettbewerbs des Hubbard Street 2 in Chicago (USA). Darüber hinaus war er stellvertretender künstlerischer Direktor von Paradigm, New York (USA) und ist weltweit als Gastchoreograf und Lehrer für Tanzkompanien und Schulen tätig (bspw. an der Juilliard School of Music, New York, USA). Er ist Träger eines BFA der Universität von Amsterdam (Niederlande) und eines MFA der New York University/ Tisch School of the Arts